09.10.2010, 16:06 Uhr
Der Brand auf der Ostsee-Fähre "Lisco Gloria" ist auch viele Stunden nach der Explosion an Bord noch nicht gelöscht. "Wir beschränken uns im Augenblick auf das Kühlen der Außenhaut des Schiffs", sagte der Sprecher des Havariekommandos Cuxhaven, Wolfgang Harlos. Das Schiff sei weiterhin auf offener See verankert. Ein Ende der Löscharbeiten ist derzeit noch nicht abzusehen.
Die Fähre mit 249 Menschen an Bord war vor der Insel Fehmarn in Brand geraten. Alle Passagiere und die Crew konnten gerettet werden. Auf der Fahrt von Kiel ins litauische Klaipeda löste offenbar eine Explosion das verheerende Feuer aus. Gut 20 Menschen wurden größtenteils leicht verletzt, darunter auch Kinder. "Die Leute sind sehr erschöpft", sagte Revierleiter Uwe Marxen von der Wasserschutzpolizei. "Sie haben sehr schwere Stunden hinter sich." Die Verletzten hatten Rauchgas eingeatmet.
Die dänischen Behörden beorderten ein Ölbekämpfungsschiff zum Havaristen. "Das Schiff brennt weiter lichterloh", sagte Harlos. Probleme bereite den Einsatzkräften, dass nicht unbegrenzt Löschwasser in das Schiff gepumpt werden könne. Sonst drohe das Kentern der 200 Meter langen "Lisco Gloria", in der sich zudem noch Treibstoff befinde.
Besonders problematisch wird es laut Havariekommando, wenn ein Schiff von der Besatzung verlassen wurde und alle technischen Systeme ausgefallen sind. Deshalb habe man ein vierköpfiges "Boarding Team" auf dem brennenden Frachter abgesetzt, um wenigstens den Anker fallen zu lassen.
Das "Boarding Team" gehört zu eigens ausgebildeten Fachkräften, die das Havariekommando für Notfälle wie diesen bereithält. Ähnlich wie speziell ausgerüstete Feuerwehreinheiten in Hamburg, Kiel und Cuxhaven gehören diese Kräfte zum einem Notfallkonzept, das aus den Konsequenzen der "Pallas"-Katastrophe vor zwölf Jahren in der Deutschen Bucht entwickelt wurde.
Zu dem Konzept gehören Notliegeplätze, zu denen havarierte Schiffe geschleppt werden können. Laut Havariekommando können dies sowohl Buchten als auch Häfen sein, in denen beispielsweise aus dem Wrack austretendes Öl möglichst einfach zu bekämpfen ist. Ob die "Lisco Gloria" auf einen Notliegeplatz geschleppt wird, ist aber noch nicht klar.
Die Ursache für die Explosion an Bord der "Lisco Gloria" wird noch untersucht. "Wir gehen derzeit von einem Unglücksfall aus", sagte Harlos. Andere Erkenntnisse gebe es bislang nicht. "Eine vorsätzliche Straftat oder ein Terroranschlag sind auszuschließen", sagte der Leiter des Lagezentrums im Kieler Innenministerium, Joachim Gutt. Sehr viel spreche für eine technische Ursache auf einem der transportierten Lastwagen.
Kiel hatte die 2002 gebaute "Lisco Gloria" laut Fahrplan am späten Freitagabend verlassen. Angehörige erhalten unter der Telefonnummer 0431-1606666 Auskunft.
Quelle: dapd , dpa
Feuerwehrmann schrieb:
am 9. Oktober 2010 um 16:54:23
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Vielleicht die Lösung?
In eine Flachwasserzone schleppen- Wasser marsch Fähre setzt auf Grund auf- Nach dem das Feuer gelöscht ist das
Löschwasser lenzen- Fähre freischleppen und Gut is.
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Berger schrieb:
am 9. Oktober 2010 um 16:42:20
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Kein Anschlag
Ich glaub nicht das das ein Anschlag war , tippe eher auf nen technischen Defekt oder menschliches Versagen.
Bei einem
Anschlag hätten vermutlich nicht alle überlebt.
Schön das alle gerettet wurden und ich hoffe es tritt kein Öl aus. Dann wäre man mal wieder mit dem blauen Auge davongekommen.
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egal schrieb:
am 9. Oktober 2010 um 16:38:26
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egal
Wichtig ist doch nur eines, dass aufgeklärt wird wer die Täter waren!
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An Bord des Passagierschiffes "Lisco Gloria" kommt es zu einer Explosion. zum Video