09.03.2010, 19:48 Uhr | dpa
Ostsee-Funde: Steuerrad eines Schiffswracks aus dem 18. oder 19. Jahrhundert (Foto: AP)
Archäologisch wertvolle Schiffswracks sind bei Arbeiten an der geplanten Ostsee-Gasleitung ans Licht gekommen. Wie der Rundfunksender SR aus Stockholm berichtete, stufen die staatlichen Schifffahrtsmuseen in Schweden neun Funde in der eigenen Ostsee-Zone als "ausgesprochen wertvoll" ein.
Für die bei Umweltschützern umstrittene Gasleitung hat das Betreiberkonsortium die betroffenen Ostsee-Abschnitte systematisch untersuchen und abfotografieren lassen. Die Gasleitung Nord Stream ist über eine Länge von rund 1200 Kilometer vom russischen Wyborg bis ins mecklenburg-vorpommersche Lubmin bei Greifswald geplant.
Aus Stockholm hieß es, dass das älteste der neu entdeckten Wracks in Schwedens Wirtschaftszone mehr als tausend Jahre alt sein könne. Die meisten der in bis über hundert Meter Tiefe liegenden Schiffe stammen aus dem 18. bis 19. Jahrhundert. Einige seien älter und einige hätten sogar noch einen intakten Rumpf. Die Funde hätten einen "enormen kulturhistorischen Wert", meinte Peter Norman vom schwedischen "Reichsantiquariats-Amt".
Ein Nord-Stream-Sprecher erklärte, dass keiner der Funde direkt in der geplanten Linienführung der Leitung liegt. Man rechne deshalb auch nicht mit Verzögerungen bei den von Frühjahr an geplanten Bauarbeiten, wolle aber Rücksicht auf die Interessen der Archäologen nehmen. Ab Ende 2011 soll durch die Nord-Stream-Leitung russisches Erdgas nach Deutschland fließen.
Im Greifswalder Bodden waren im Sommer 2009 die Reste eines 300 Jahre alten Wracks geborgen worden. Es gehörte zu einer künstlichen Schiffssperre, die die Schweden 1715 quer durch den Bodden legten, um den feindlichen Dänen die Einfahrt zu verwehren.
Quelle: dpa
gerd schrieb:
am 2. August 2010 um 11:18:09
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schiffe
möchte nicht wissen was in der nord bzw ostsee noch an wracks bzw schätze liegen .aber ist bestimmt eine kostenfrage das alles hochzuholen
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Qizzmo schrieb:
am 16. Juli 2010 um 13:16:41
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Josef
Auch DDR- Wärmebildkameras konnten und können kein Wrack in 100 Meter Tiefe aufspüren.
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Josef schrieb:
am 16. Juli 2010 um 09:29:06
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Schätze
Hat die Bundesluftwaffe mit ihren Wärmebildkameras die Wracks nocht nicht geortet? Wenn nein, nutzt die aus DDR-Zeiten. Die fanden
schon im Weltraum ihren Einsatz.
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