05.05.2011, 08:02 Uhr
Das Anwesen, in dem Osama bin Laden erschossen wurde (Fotos: dpa / AP) (Quelle: dpa)
Osama bin Laden soll jederzeit auf eine Flucht aus einem Unterschlupf im pakistanischen Abbottabad vorbereitet gewesen sein. Der Al-Kaida-Chef hatte nach einem Bericht des Internetmediums "Politico" 500 Euro Bargeld und zwei Telefonnummern in seine Kleidung eingenäht.
Diese Informationen habe CIA-Direktor Leon Panetta bei der Unterrichtung von Kongressmitgliedern über die Operation in Pakistan enthüllt. Demnach wird diese Entdeckung als sicheres Zeichen dafür gewertet, dass sich der Al-Kaida-Führer darauf vorbereitet hatte, notfalls in Sekundenschnelle zu fliehen.
Wie es hieß, informierte Panetta über die gefundenen Euro und Telefonnummern in seiner Antwort auf eine Frage, warum sich Bin Laden auf seinem Anwesen nicht stärker von Sicherheitskräften schützen ließ. Dem CIA-Chef zufolge glaubte der Terroristenführer anscheinend, dass sein Netzwerk stark genug sei, ihn rechtzeitig vor einem möglichen US-Angriff zu warnen.
Einen Hinweis darauf, dass die USA Bin Laden auf den Fersen sind, hätte Wikileaks liefern können - doch offensichtlich hat das dem Al-Kaida-Chef nichts mehr genutzt. Laut "20min.ch" veröffentlichte die Enthüllungsplattform Auszüge aus den Akten über die mutmaßliche Nummer drei des Terrornetzwerks, Abu Faradsch al-Libi. Der Libyer sei als Bote für Bin Laden vorgesehen gewesen und zog deshalb just nach Abbottabad.
Die Nachricht von der Tötung des Al-Kaida-Chefs ist noch frisch, und schon gibt es erste Zweifel am Wahrheitsgehalt. zum Video
Al-Libi war im Mai 2005 von pakistanischen Spezialeinheiten verhaftet und im September 2006 nach Guantánamo überstellt worden. Durch die Veröffentlichung von Wikileaks hätten Bin Laden und seine Gefolgsleute also darauf schließen können, dass die US-Geheimdienste Abbottabad als möglichen Aufenthaltsort des Terrorschefs bereits im Visier hatten. Wikileaks publizierte die Akten am 24. April - genau eine Woche vor dem Angriff der US-Spezialeinheit auf Bin Ladens Versteck.
Pakistan hat nach Angaben des Außenministeriums die USA sogar bereits 2009 über das Anwesen im pakistanischen Abbottabad als möglichem Versteck von Bin Laden informiert. Der pakistanische Geheimdienst habe die US-Geheimdienste auf das Gelände aufmerksam gemacht und diese hätten die nötige Ausrüstung gehabt, dieser Sache nachzugehen, sagte der Staatssekretär im pakistanischen Außenministerium, Salman Bashir, der britischen BBC.
Jedoch sei damals keinesfalls klar gewesen, dass sich der nun getötete Terrorchef dort aufhalte und es habe "Millionen" anderer mutmaßlicher Verstecke gegeben, fügte Bashir hinzu.
Unterdessen wurde bekannt, dass "entscheidende Teile" des pakistanischen Geheimdienstes ISI schon lange die Hand über Bin Laden gehalten haben sollen. Das sagte ein hochrangiger Angehöriger der CIA. In Kreisen des afghanischen Geheimdienstes NDS wird diese Einschätzung geteilt.
Der CIA-Mann sagte sogar, dass Bin Laden seit dem Krieg gegen die sowjetischen Besatzer Afghanistans in den 1980er Jahren ein "Kind des ISI gewesen ist". Da könne sich die pakistanische Regierung gegen die Vorwürfe, dass ihr Geheimdienst Bin Laden gedeckt habe, noch so wehren. "Unsere Erkenntnisse sprechen eine andere Sprache", sagte der CIA-Angehörige.
Die US-Regierung habe hier aus "übergeordneten Gründen immer über die Vermutungen und Hinweise hinweggesehen", meinte der CIA-Mann weiter. Schließlich handle es sich bei Pakistan um den wichtigsten Verbündeten der USA im Mittleren Osten. Washington habe daher stets "ein Auge zugedrückt". Hinzu komme, dass Pakistan eine Atommacht sei, also ein Staat mit Schwergewicht.
In den Aussagen des CIA-Angehörigen klang noch ein weiteres Verdachtsmoment an. Bin Laden wohnte im idyllischen Abbottabad im Orash-Tal. Das Städtchen wurde 1853 von einem britischen Major namens James Abbott gegründet und ist bis heute ein Garnisionsort geblieben. Viele pensionierte Offiziere zogen sich gern in ihre Häuser am Rande der Karakorum-Berge zurück.
In Abbottabad befindet sich neben Kasernen auch eine der wichtigsten Militärakademien Pakistans. "Wir haben jetzt ernst zu nehmende Hinweise, dass Bin Laden nicht nur durch den ISI, sondern auch durch Teile des pakistanischen Militärs geschützt worden ist", erklärte der CIA-Angehörige. Auch die pakistanische Armee sei "offenbar von Al-Kaida unterwandert".
Der pakistanische Botschafter in Washington, Husain Haqqani, sicherte der US-Regierung eine "vollständige Untersuchung" über die Frage zu, warum dem ISI der Aufenthalt von Bin Laden in seinem Land entgangen sei. "Offensichtlich hatte Bin Laden ein Unterstützungssystem", hatte Haqqani dem Sender CNN erklärt. Die Frage sei, "war es Unterstützung innerhalb der Regierung und dem Staat Pakistan, oder innerhalb der pakistanischen Gesellschaft". Es sei wohl eine Tatsache, "dass es Menschen gibt, die Bin Laden wahrscheinlich geschützt haben".
Quelle: AFP , t-online.de , dpa , dapd
uli14 schrieb:
am 4. Mai 2011 um 19:48:44
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@charly@fundator
von welchen Staat spricht du eigentlich, wir leben in Deutschland.
Die USA hat Bin Laden getötet!
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Groschengrab schrieb:
am 4. Mai 2011 um 19:47:50
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Tod von Bin Laden
Dieser arme Mensch wurde unbewaffnet von den "bösen" Amerikanern erschossen!! Hat der Herr Bin Laden am 11.September 2001
die über 3000 Menschen der World Trade Tower nach Waffen gefragt bevor er sie töten liess. Diese Menschen waren alle unbewaffnet und hatten keine Chance sich zu wehren. Warum wird eigentlich nicht eine Spendenaktion für dem armen Mann seine Hinterbliebenen ins Leben gerufen! Darin sind wir deutschen doch immer besonders schnell !!!
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Micha schrieb:
am 4. Mai 2011 um 19:45:58
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Brite
Rache geht nicht, sonnst gibt es nur noch Mord und Totschlag. Der Nachbar schlägt dich aus Rache . Weil du ihm Kirschen geklaut hast.
Menschen werden aus Rache erschossen, weil man sie für schuldig hält.
WAs habt ihr alle Probleme mit den Rechten. Wenn ihr aber was habt, dann schreit ihr nach dem Recht.
Wie leicht hier Menschen Mord hinnehmen. ist schon komisch.
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