22.07.2011, 12:28 Uhr
Die Tagebücher des berüchtigten KZ-Arztes Josef Mengele sind in den USA versteigert worden. Nach Angaben des Auktionshauses Alexander Autographs erwarb ein orthodoxer Jude für 300.000 Dollar die Aufzeichnungen des Nazi-Kriegsverbrechers. Der Käufer sei ein Privatmann, der ein Museum eröffnen wolle.
Laut Alexander Autographs umfassen die Aufzeichnungen Mengeles insgesamt 3500 Seiten in bislang unveröffentlichten Ringbüchern und Schulheften. Die Tagebücher sind mit blauer Tinte geschrieben, enthalten einige Bleistiftzeichnungen und autobiographische Notizen, philosophische Betrachtungen sowie Gedichte aus den Jahren 1960 bis 1975.
Die Hefte waren nach Angaben von Auktions-Leiter Bill Panagopulos 2004 von der brasilianischen Polizei im Haus eines deutschen Ehepaares in Sao Paulo beschlagnahmt worden, bei dem Mengele gewohnt hatte. Sie wurden demnach zunächst seinem Sohn Rolf übergeben.
Mengele war im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau an der Selektion der neu ankommenden Häftlinge beteiligt und schickte diejenigen, die nicht für die Zwangsarbeit geeignet schienen, in die Gaskammern. Seine grausamen Experimente an Häftlingen brachte ihm den Namen "Todesengel von Auschwitz" ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg floh der KZ-Arzt nach Lateinamerika und wurde trotz einer internationalen Fahndung nie gefasst. Er starb 1979 im Alter von 67 Jahren bei einem Badeunfall in Brasilien. Seine Leiche wurde erst 1985 entdeckt.
Quelle: AFP
Nachdenklicher schrieb:
am 22. Juli 2011 um 18:56:17
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Mengele-Tagebücher
Fakt ist es, dass auch Mengle ein Teil der Geschichte ist, wenn auch nicht vom schönsten Teil. Somit kann man das auch
ausstellen, denn Psychologen werden sicher daran interessiert sein. Und warum soll das nicht auch von einem Juden gemanagt werden? Alles was mal Nazi-D war, ist ja aus der Öffentlichkeit verschwunden. Man könnte meinen, dieser Teil der Historie in D gab es nie. Ist das so oK? Auch in der Ex-DDR sieht man immer weniger aus der dortigen Vergangenheit. Schämt man sich auch dort?
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hanserl schrieb:
am 22. Juli 2011 um 18:44:41
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kolkrabe schrieb zu mengele
@kolkrabe:nachdem ich schon einmal nachfragen wollte ob sie evtl auch orth.jude sind wurde mein kommentar nicht
eingestellt.frage ich einmal
umgekehrt?? sind sie deutscher,der nach 60 jahren noch nicht genug hat das thema immer wieder aufzuarbeiten?und woher haben sie die knete in das museum in IRGENWO zu reisen ? oder scherzen sie ?
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Zweifler schrieb:
am 22. Juli 2011 um 13:06:12
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Mengele-Tagebücher
Im Vergleich zu den Hitler-Tagebüchern, für die das Nachrichtenmagazin damals ca. 4,7 Millionen EUR bezahlte, ist der
Kaufpreis von 300.000 $ für die Mengele-Tagebücher ja noch moderat ! ....Nur erwiesen sich die von Herrn Konrad Kujau dem Stern angebotenen "Hitler-Tagebücher" bald als Fälschung ! .....Warum wurden die Mengele-Tagebücher von der brasilianischen Polizei im Jahr 2004 beschlagnahmt, aber dann dem Sohn Rolf übergeben ? Hat dieser die Bücher dann dem Auktionshaus angeboten ?
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