Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Deutschland >

Organspende: Gesundheitsminister einigen sich auf Entscheidungslösung

...

Gesundheitsminister einigen sich bei Organspende auf Entscheidungslösung

30.06.2011, 14:53 Uhr

Organspende rettet Leben.  (Quelle: Archiv)

Organspende schenkt einem Menschen neues Leben. (Quelle: Archiv)

Die Gesundheitsminister haben sich beim Thema Organspende auf die so genannte Entscheidungslösung geeinigt. Die Ministerkonferenz sei der Auffassung, "dass jeder Bürger, jede Bürgerin wenigstens einmal im Leben bewusst mit der Frage konfrontiert werden soll, ob er oder sie zur Organspende bereit sei", sagte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD).

Die Entscheidungslösung wird auch von den Fraktionschefs von Union und SPD im Bundestag, Volker Kauder und Frank-Walter Steinmeier, favorisiert. Beide hatten am Mittwoch einen fraktionsübergreifenden Gesetzesentwurf angekündigt.

Tiefgreifende ethische Bedenken

Die erweiterte Widerspruchslösung, für die Hessen, Bayern und Sachsen-Anhalt eingetreten waren, habe im Kreis der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister keine Mehrheit gefunden. Dazu sagte Dreyer: "Die Widerspruchslösung ist ein Vorschlag, der sehr tiefgreifende ethische Bedenken mit sich bringt. Sie geht von einer generellen Zustimmung zur Organspende nach dem Tod aus, wenn man ihr nicht ausdrücklich widerspricht. Der Eingriff ins Selbstbestimmungsrecht geht ihr und der Mehrheit der Minister zu weit".

Erklärter Wille aller Gesundheitsminister der Länder sei es, "die Menschen für das Thema stärker zu sensibilisieren und eine Steigerung der Organspenden zu erreichen". Die Minister seien sich aber genauso einig, dass es auch den kranken Menschen gegenüber eine ethische Verantwortung gibt. Das Transplantationsgesetz soll auf Bundesebene noch in diesem Jahr überarbeitet werden.

Große Mehrheit für Entscheidungslösung

Auch eine große Mehrheit der Deutschen (77 Prozent) favorisiert bei einer Neuregelung der Organspende die Entscheidungslösung. Nur 14 Prozent sind dagegen, 9 Prozent noch unentschieden. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov.

Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozenten) gab an, nach dem Tod Organe spenden zu wollen. Jeder Zehnte war dagegen. 16 Prozent würde von dem Recht gebrauchen machen, sich nicht entscheiden zu müssen. Die Umfrage verdeutlichte zudem ein bekanntes Problem: Lediglich 13 Prozent der Befragten besitzen einen Organspendeausweis.


Anzeige

Quelle: dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Organspende: Gesundheitsminister einigen sich auf Entscheidungslösung" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Organspende: Gesundheitsminister einigen sich auf Entscheidungslösung" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (27)

zum Forum

Thema: "Organspende: Gesundheitsminister einigen sich auf Entscheidungslösung"

Juppi schrieb: am 30. Juni 2011 um 14:11:54
(0) (0) Organspende
@Kerstin Wenn Du meine Tochter wärest, dann wäre ich ein ganz Stolzer Vater.

Kommentar melden

Uli schrieb: am 30. Juni 2011 um 14:11:12
(0) (0) Organspende
Einerseits fände ich es nicht so schlecht, wenn ein paar Teile von mir auch nach meinem Tod weiterleben und noch irgend jemandem
Nutzen bringen würden. Da man aber in userem Gesundheitswesen als Kassenpatient überall doppelt und dreifach abgezockt wird, kommt es für mich nicht mehr infrage, irgend etwas umsonst herzugeben. Für eine Bereitschaft zur Organspende erwarte ich eine Gegenleistung, z.B. Halbierung der Zuzahlungen im Gesundheitswesen. Das wäre doch ein toller Anreiz!
mehr Kommentar melden

Mattner schrieb: am 30. Juni 2011 um 14:10:49
(0) (0) Hirnlos
Wer Keinen Spenderausweis hat bekommt kein Organ?Wie schnell ist der ausgestellt.Wie schnell dreht man den Hals?Schreibt die Leute an
und bittet sie darum sich zubeteidigen.
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Anzeige
Video
Politikerin posiert nackt auf Wahlplakat

Die Mexikanerin Natalia Juarez will mit dem Plakat aufrütteln. zum Video

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein verletzter Bulle rächt sich an einem mexikanischen Matador und wirft ihn in die Luft. (Quelle: Reuters\Olivier Anrigo )

Tierische Rache an einem Matador. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Restposten-Verkauf
Frühlings Lieblinge: Frisch aus der neuen Kollektion bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt.
von neckermann.de

Sexy Jeans-Röcke
Trend-Styles von Esprit

Der Trend im Sommer: jetzt in angesagten Waschungen. mehr


© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige