02.06.2007, 19:44 Uhr
Die Organisatoren der Anti-G8-Demonstration in Rostock haben Randalierer für die Ausschreitungen während des Protestzuges verantwortlich gemacht. Der Polizei sei kein Vorwurf zu machen, sagte Manfred Stenner, Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, am Samstagabend. "Die Polizei hat sich an ihren deeskalierenden Kurs gehalten. Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, dass die Polizei das jetzt anders sieht." Die Randalierer sollten jetzt davon überzeugt werden, die Polizei nicht weiter anzugreifen.
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Anti-G8-DemoSchwere Ausschreitungen in Rostock
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Veranstaltung läuft aus dem Ruder
Am Abend kam es nach Polizeiangaben im Bereich des Stadthafens im Zentrum von Rostocks erneut zu Zusammenstößen. Stenner sagte, er gehe von etwa 300 bis 600 Randalierern aus. Derzeit werde diskutiert, ob die Veranstaltung mit eigenen Kräften in den Griff zu bekommen sei oder ob sie abgebrochen werde. "Wir werden hart daran arbeiten müssen, den entstandenen Schaden zu reparieren", sagte Stenner.
Gewalt begann mit Angriff auf Polizeiwagen
Nach Angaben von Werner Rätz von der globalisierungskritischen Organisation Attac war der Ursprung der Krawalle der Angriff auf einen Polizeiwagen auf dem Platz der Kundgebung. Beim Eintreffen der Demonstrationszüge hätten Teilnehmer die Scheiben des Wagens eingeschmissen und dabei die Beamten wohl auch verletzt. Danach seien zwei Hundertschaften der Polizei auf den Platz gegangen, worauf die Randalierer mit Gewalt reagiert hätten.
"Eskalationsdynamik unterschätzt"
"Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Angriffe auf Personen, wir distanzieren uns davon", sagte Rätz. Er habe eine solche Entwicklung vorher nicht für denkbar gehalten. "Wir haben die Eskalationsdynamik unterschätzt. Jetzt geht es darum, diese zu beenden."
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Quelle: dpa
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