24.06.2011, 20:14 Uhr
Im Aachener Universitätsklinikum hat es möglicherweise eine Geiselnahme gegeben. Das teilte die Polizei in Aachen und Köln mit. Eine Aachener Polizeisprecherin sagte, der mutmaßliche Täter habe einen Zettel bei der Finanzverwaltung des Klinikums hinterlegt. Darin behaupte er, eine Geisel in seiner Gewalt zu haben. Er forderte Geld und drohte, einen Sprengsatz zu zünden. Ob dies der Wahrheit entspreche, sei unklar. Nach Angaben der Sprecherin ist auch nicht sicher, ob sich der Mann noch im Klinikum aufhält.
Ein Sprecher der zuständigen Kölner Polizei erklärte, die Hintergründe seien noch unklar. Wo sich der Unbekannte aufhielt, war anscheinend zunächst nicht bekannt. Die Polizei durchsucht nun zusammen mit SEK-Beamten das Gebäude. Man wisse nicht, ob sich der mutmaßliche Täter noch in dem Komplex befinde, sagte Polizeisprecherin Dorothe Goebel in Aachen. Derzeit gehe die Polizei davon aus, dass der Täter niemanden in seiner Gewalt habe. Ob dies überhaupt jemals so gewesen sei, wisse man nicht.
Peter Asché, der kaufmännische Direktor der Klinik, sagte, ein "aktuelles Gefährdungspotenzial" werde derzeit nicht gesehen.
Das Klinikum wurde trotz der angedrohten Geiselnahme nicht geräumt, auch nicht in Teilen, sagte die Sprecherin des Klinikums, Michaela Müther. Die Polizei habe die Zufahrt zum Klinikum gesperrt, Besucher könnten den Komplex aber jederzeit verlassen.
Zu der möglichen Geiselnahme selbst sagte sie: "Es gab eine Bombendrohung, und da wurde auch mit einer Geiselnahme gedroht, aber ob es die gegeben hat, ist unklar." Das Klinikum verfüge über 6600 Räume, deshalb sei es sehr schwer zu beurteilen, was sich jeweils am anderen Ende abspiele.
Medien hatten berichtet, der Mann solle ein Kleinkind in seine Gewalt gebracht und damit gedroht haben, einen Sprengsatz zu zünden. Ein Sprecher der Kölner Polizei betonte jedoch am Abend, die Lage sei ungeklärt. "Es ist nach wie vor keine definierte Lage." Der Zettel sei schwer lesbar.
Die Kölner Polizei ging von einer "Großlage" aus und entsandte Spezialeinsatzkräfte zum Aachener Klinikum. Es gehe um einen männlichen Einzeltäter, der eine Geldforderung erhoben habe, teilte die Kölner Polizei mit. Ein weiterer Polizeisprecher sagte, er könne nichts zu Berichten sagen, wonach der Täter das Klinikgelände bereits wieder verlassen habe.
Das 1985 eröffnete Aachener Klinikum ist eine der größten medizinischen Einrichtungen Europas. Der riesige Gebäudekomplex verfügt über 6600 Räume. Pro Jahr werden dort rund 48.000 Patienten stationär und etwa 111.000 Patienten ambulant behandelt. Die gesamte medizinische Fakultät der RWTH Aachen ist in dem Komplex untergebracht.
Quelle: dpa , dapd
Eule schrieb:
am 24. Juni 2011 um 21:33:46
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Geiselnahme Klinikum Aachen
Wieso werden die anwesenden Ärzte nicht besser informiert.Dies geschieht nur über den allgemeinen
Internetticker.Stattdessen werden die Besucher noch via Radio eingeladen, das sie trotz allem noch Verwandte besuchen können.Da muß man sich wirklich an den Kopf fassen.
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PAPA52 schrieb:
am 24. Juni 2011 um 21:08:49
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Geiselnahme
Die hier gezeigten Personen des SEK können nunmehr auch ohne jegliche Maskierung an solchen Einsätzen teilnehmen, da deren
Tätowierungen sie jetzt für jeden erkennbar gemacht haben.
Ein nicht zu verzeihender Fehler und dient bestimmt nicht dem Eigenschutz.
Was solls disziplien ist heute nicht mehr gefragt, Rambos ja das wollen wir sehen.
Dem Einsatzleiter sollte die Führungsposition entzogen werden, aber bitte schnell, unverantwortlich!
Das gab es früher nicht.
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frank62 schrieb:
am 24. Juni 2011 um 21:08:30
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erbsekopp schrieb: am 24. Juni 2011 um 20:08:14
Kann da nur zustimmen. Selbst auf der normalen Station sollte nicht jeder Zutritt haben.
Aber wie sieht´s aus? Selbst wenn die nur von innen zu öffnende Tür zum Intensivbereich aufgeht, wollen Leute unbefugt reingehen. Einfach ein NO GO und fertig.
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