14.06.2011, 13:36 Uhr
Strategisches Kalkül: Grünen-Chef Cem Özdemir hält sich eine Koalition mit der CDU offen (Foto: dpa)
Grünen-Chef Cem Özdemir hat eine Koalition mit der Union nach der nächsten Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. Zwar sei bei einer Umsetzung grüner Inhalte die Schnittmenge mit der SPD größer, sagte er dem "Hamburger Abendblatt". "Aber wir haben immer gesagt, dass wir je nach Situation vor Ort auch mit der CDU reden." Als Kanzlerkandidat für seine Partei will der 45-Jährige jedoch unter keinen Umständen antreten.
"Sollte sich die K-Frage irgendwann stellen: Ich sehe mich nicht in dieser Rolle", sagte Özdemir der Zeitung. Derzeit stelle sich die Frage nach einem grünen Kanzlerkandidaten ohnehin nicht. "Wir sollten auf dem Boden bleiben", mahnte er. "Regieren nach Schwarz-Gelb wird kein Zuckerschlecken. Wir müssen die Zeit bis zur Wahl jetzt nutzen, uns inhaltlich gut vorzubereiten."
Eine Koalition mit der CDU nach der nächsten Bundestagswahl hält Özdemir grundsätzlich für möglich. "Wir verfolgen einen Kurs der Eigenständigkeit und schauen, mit wem wir grüne Inhalte am besten umsetzen können", sagte er. Es gebe noch viel Trennendes, doch habe sich die Union jetzt von der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke verabschiedet.
Unionsfraktionschef Volker Kauder dagegen sagte der "Passauer Neuen Presse", auch wenn mit dem Atomausstieg eine große Trennungslinie weg sei, trenne Grüne und Union mehr als sie verbinde. "Die Grünen sind immer noch Gegner von Innovation und Fortschritt. Sie haben Angst vor Neuem. Das passt nicht zu uns." Die Union habe eine Koalition mit der FDP. Die habe sie gewollt, und die werde sie mit Angela Merkel als Kanzlerin auch 2013 fortsetzen.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner warnte den Koalitionspartner vor einem Bündnis mit den Grünen. Die Grünen seien zu einer "Staatspartei mit volkserzieherischem Anspruch" geworden, sagte er der "Frankfurter Rundschau". Deshalb habe die Union in schwarz-grünen Bündnissen immer verloren. CDU, CSU und FDP hätten die größten politischen Gemeinsamkeiten.
Die Koalition verharrt nach der Entscheidung der Bundesregierung zum Atomausstieg in Umfragen im Stimmungstief, während der Höhenflug der Grünen anhält. Nach dem neuen ZDF-Politbarometer käme die CDU/CSU auf 34 Prozent, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Die SPD lag in der am Freitag veröffentlichten Umfrage bei 28 Prozent, die Grünen erreichten 22 Prozent. Die FDP blieb mit vier Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde, die Linke erreicht sieben Prozent. In dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend lagen die Grünen bei 24 Prozent und damit nur noch knapp hinter der SPD mit 25 Prozent. Der Wert der Union sank hier auf 33 Prozent.
Quelle: AFP , dapd
Grüne schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:44:39
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Umfragen sehr merkwürdig
Ich denke die Umfragen sind so glaubwürdig wie bei Honni in der ehm. DDR.
Die meisten Forumsteilnehmer lehnen doch
die Spinner ab. Es grüßt euch
Stuttgart 21 liebe Umfaller Grün.
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Cem schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:44:17
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Özdemir
War das nicht der, der vor einigen Jahren dienstlich gesammelte Flugmeilen für seine eigenen Lustreisen verbraucht hat??? Na,
wählt den nur dann sind wir vom Not ins Elend gerutscht!!
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Anita schrieb:
am 11. Juni 2011 um 19:41:13
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Karnevall auf allen Sälen.
Das größte Geschenk was sich die Deutschen wünschen könnten, wenn
der grüne J. Trittin Kanzler werden würde
und die grüne Roth Vize.
Künast und Özdemir sollten natürlich auch nicht zu kurz kommen, denn die haben sich ja auch einen ordentllichen Posten verdient.
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