11.10.2011, 21:22 Uhr
Widrige Wetterbedingungen vor der Küste Neuseelands behindern die Bergungsmannschaften (Quelle: AP)
Starke Wellen und Unwetter haben den havarierten Frachter "Rena" vor Neuseeland weiter beschädigt. Die Mannschaft musste wegen der Gefahr, dass das Schiff sinkt, von Bord. Umweltminister Nick Smith warnte angesichts der zugespitzten Lage und des auslaufenden Schweröls vor der schlimmsten Umweltkatastrophe des Landes.
Die Ursachen des Unglücks sind weiter ungeklärt. Am Dienstag wurde der Kapitän des Containerschiffs festgenommen, das der griechischen Reederei Costamare Inc. gehört. Er sollte am Mittwoch einem Gericht vorgeführt werden, teilte Smith mit. Der Name des Mannes und weitere Details wurden bisher nicht bekannt.
Die neuen Löcher im Rumpf des Containerschiffes stammen aus der Nacht zu Dienstag. Das Öl strömt nach Angaben des Umweltministers nun fünfmal so schnell aus dem Frachter wie zuvor.
Bislang sind aus den Treibstofftanks nach Angaben der Behörden rund 300 Tonnen Schweröl ausgelaufen. Davon sei eine große Menge aus dem Rumpf ins Meer geflossen. Von insgesamt 1700 Tonnen Öl konnten nach Angaben der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde MNZ bislang nur rund 10 Tonnen auf ein Spezialschiff gepumpt worden.
Dabei hatten auch 25 Männer geholfen, die nach dem Unglück noch an Bord waren. Doch nachdem das Wetter immer schlechter wurde, brachten Rettungskräfte die Besatzung mit Helikoptern in Sicherheit. Inzwischen ist die 236 Meter lange "Rena" ein Geisterschiff. Es gibt Befürchtungen, dass das Unglücksschiff auseinanderbricht.
Die Situation sei mehr und mehr besorgniserregend, sagte ein Behördensprecher. Die Wettervorhersagen für die kommenden zwei Tage sind schlecht. Kommende Woche soll ein australisches Schiff die Fracht der "Rena" mit einem Kran übernehmen und wegtransportieren.
Zerbricht das Containerschiff, hätte das laut der Umweltschutzorganisation WWF gravierende Folgen. "Wenn die Gesamtladung ausläuft, dann befürchte ich Schlimmeres. Dann gerät das Öl auch in die Nahrungskette über mehrere Jahre, bis hin zu einem Jahrzehnt", sagte ein Meeresschutzexperte.
An den weißen Sandstränden der Nordküste Neuseelands sind unterdessen weitere Ölplacken angeschwemmt worden. Mehrere tote Vögel seien geborgen worden, berichtete die Schifffahrtsbehörde. Andere ölverschmierte Tiere würden behandelt. Man werde noch Monate gegen die Folgen des Unglücks kämpfen.
Berichte, wonach die "Rena" erhebliche Mängel aufgewiesen haben soll, wollten Schifffahrtsbehörde und Regierung weiterhin nicht kommentieren. Verkehrsminister Steven Joyce sagte, die neuseeländische Schifffahrtsbehörde habe der "Rena" eine Freigabe gegeben und lediglich ein Problem mit einer Seekarte von Südchina festgestellt.
Das Unglücksschiff ist nach Auskunft des deutschen Verbands der Reeder 1990 in Kiel gebaut worden und 21 Jahre alt. Das Schiff war vergangenen Mittwoch am Astrolabe-Riff auf Grund gelaufen. Das Unglücksgebiet vor der Plenty-Bucht ist ein Paradies für Seevögel, Delfine und Wale. Die Badestrände sind auch bei Touristen beliebt.
Quelle: dpa
Pik-As schrieb:
am 11. Oktober 2011 um 19:47:08
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erst 10 Tonnen
sind aus dem Schiff abgepumpt, d.h. 16.990 Tonnen wären da noch drin, wenn nicht schon recht viel ausgelaufen wäre. Haben
die keine leistungsstarken deutschen Pumpen zu Verfügung?
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Der Grüne schrieb:
am 11. Oktober 2011 um 17:12:43
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Hauptsache die Schlagzeile
stimmt, erst, war es ein Tanker, dann ein Kombifrachter, dann waren es 170Tsd.Tonnen Ol, nun sind es
17Tsd.Tonnen. Vielleicht sollte man erst einmal ordentlich rechieren, bevor wie die BlödZeitung einen Hype startet. Wenn die Offiziellen es nicht hinbelommen, das Schiff ab zu Pumpen, sollten Sie ganz eingach eine Haveriefirma damit beautragen, die sich damit auskennt. Warum wurde diese gefährliche Seestraße nicht gesperrt? Keine Antwort, ist auch eine Antwort
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otti schrieb:
am 11. Oktober 2011 um 16:49:35
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Neuseland
Der Neuseeländer ansich lebt in einem Land, wo Spaß am Leben großgeschrieben wird. Bei Katastrophen ( Erdbeben u.a.
Unzulänglichkeiten ) wird es schwierig, daran denkt dort keiner. Da kann das Leck schon mal länger lecken.
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