09.01.2012, 12:23 Uhr
Havarierter Frachter droht zu zerbrechen Im hohen Wellengang vor Neuseeland neigt sich das 236 Meter lange Schiff immer weiter. 70 der 1300 Container sind bereits über Bord gegangen.
Eine Woche nach der Havarie der "Rena" an einem Riff vor Neuseeland hat sich der Kampf gegen die Ölpest dramatisch zugespitzt. Die Bergungsteams stellten am Mittwoch am Rumpf des 236 Meter langen Schiffes einen großen Riss fest. Der leckgeschlagene Frachter könne bei schwerer See jederzeit auseinanderbrechen und sinken, hieß es. Die restlichen 1300 Tonnen Schweröl aus seinen Tanks könnten ins Meer strömen und die bislang schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes auslösen.
Für das Unglück machen die Behörden den Kapitän und seinen Zweiten Offizier verantwortlich. Sie wurden offiziell beschuldigt und müssen mit Haftstrafen rechnen.
Bis zu 400 Tonnen Schweröl sind bereits ins Meer gelaufen. Ewa 200 ölverklebte Seevögel, darunter auch Zwergpinguine, verendeten, teilte die staatliche Schifffahrts- und Meeresschutzbehörde (MNZ) mit. Auch fünf ölverklebte Seehunde wurden entdeckt. Auf einer Länge von 30 Kilometern erreichte die giftige und übelriechende schwarze Flut die Küste und die weißen Sandstrände der Plenty-Bucht nahe der Hafenstadt Tauranga. Diese ist ein Paradies für Seevögel, Delfine und Wale. Die Badestrände sind auch bei Touristen sehr beliebt. Zahlreiche Freiwillige, darunter 150 Soldaten, helfen beim Reinigen des Ufers. Auf dem Meer kämpfen ein Dutzend Schiffe gegen die Ölpest.
"Wir hatten am Montag die ersten Ölflecken vom Unfall. Die waren teilweise so groß wie ein Autoreifen", sagte Julian Klose. Der 20-Jährige aus Hildesheim in Niedersachsen arbeitet seit einem Monat als Aushilfe in einem Restaurant der Stadt. Anwohner wurden wegen des Gestanks aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Auf der kleinen Motiti-Insel brachen Maori-Bewohner in Tränen aus, als sie das Öl erblickten. Sie leben vor allem vom Fischfang.
Die Behörden werfen dem 44-jährigen philippinischen Kapitän und seinem Zweiten Offizier vor, für "unnötige Gefahren und Risiken" bei der Schiffsführung verantwortlich zu sein. Nach neuseeländischem Recht steht darauf bis zu ein Jahr Haft. Der Zweite Offizier ist in der Regel für die Navigation und die Pflege der Seekarten zuständig.
Die örtlichen Behörden wundern sich, wie es zu der Havarie kommen konnte. Das nur 80 Meter breite Riff sei seit mehr als 180 Jahren in den Seekarten verzeichnet, und es gebe für Schiffe klare Anweisungen, wie es zu umrunden sei. Das Unglück geschah am 5. Oktober. An dem Tag hatte der Kapitän Geburtstag, wie nach Medienberichten aus den Ermittlungsunterlagen hervorgeht.
Schlechtes Wetter hat bislang das Abpumpen der noch an Bord verbliebenen knapp 1300 Tonnen Öl verhindert. Besatzung und Bergungsteams mussten wegen schlechten Wetters von Bord. Das Schiff hat inzwischen eine Schlagseite von fast 20 Grad. Die hohen Wellen spülten zudem 70 der über 1300 Container des Frachters ins Meer. Sie sind eine große Gefahr für andere Schiffe. Der MNZ zufolge gibt es elf Container mit giftigen Stoffen an Bord.
Quelle: dpa
chopper schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 19:57:11
(1)
(1)
Schlimm
Die sind nicht in der Lage die Tanks leerzupumpen. Die haben so viel Zeit gehabt. Tiersterben ist denen egal, nur Geld im Kopf.
Diese Dreckschweine sollte man auch in die Brühe stecken.
mehr
Kommentar melden
Ulf Kowohl schrieb:
am 12. Oktober 2011 um 19:45:15
(1)
(1)
Ölpest vor Neuseeland
Wie üblich, gibt man die Schuld dem Kapitän. Was für Kapitäne und Besatzungen werden denn für die Schiffe von den
Reedern ausgesucht? Billig ist Nr. 1 Qualifikation spielt keine Rolle. Jedem einigermaßen ausgebildeten Personal würde so ein Fehler nicht passieren. Die Reeder müßte man zu Rechenschaft ziehen. Aber wie so üblich, die kleinen hängt man, die großen lässt man laufen.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS