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Ölpest: Rückkehr zur Normalität im Golf von Mexiko

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Rückkehr zur Normalität im Golf von Mexiko

02.08.2010, 09:06 Uhr

Hafen von Venice, Louisiana: Ein Shrimps-Kutter fährt wieder auf Fang (Foto: Reuters)

Endlich gute Nachrichten aus dem Golf von Mexiko: Der von der Ölpest schwer getroffene US-Bundesstaat Louisiana hat einen Teil seiner Fischgründe wieder für die Fischerei freigegeben. Außerdem werden die Inselkette der Florida Keys und die Ost-Küste nach Berechnungen von Experten verschont bleiben. Währenddessen wurde der voraussichtlich letzte Akt des Dramas um die Schließung des Öllecks auf Dienstag verschoben.

Der kommerzielle Fang von Fischen und Garnelen in den Gewässern östlich der Mündung des Mississippi werde wieder eröffnet, teilte die Fischereibehörde des Bundesstaates mit."Ausführliche Geschmackstests und chemische Analysen" hätten ergeben, dass Fische aus diesen Gebieten für den Verzehr sicher seien, gaben die Fischereibehörde und die US-Lebensmittelbehörde FDA zur Begründung an. Wegen der Ölkatastrophe hatten die US-Behörden für mehr als ein Drittel ihrer Gewässer im Golf von Mexiko ein Fischfangverbot erlassen. Dadurch sollte verhindert werden, dass ölverseuchte Fische oder Meerestiere in den Handel gelangen. Vor allem in Louisiana ist der Fischfang ein wichtiger Wirtschaftszweig.

"Wir werden für Jahre hier bleiben"

Der künftige Chef des britischen Energiekonzerns BP, Bob Dudley, versprach den Bewohnern der US-Golfküstenstaaten unterdessen, dass das Unternehmen den Betroffenen langfristig helfen werde. Die letzten guten Nachrichten bezüglich bedeuteten nicht, "dass wir fertig sind", sagte Dudley im Bundesstaat Mississippi. "Wir werden für Jahre hier bleiben", betonte er weiter. Der Amerikaner übernimmt im Oktober die Führung des BP-Konzerns vom Briten Tony Hayward.

Nachdem wegen des Untergangs der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" Mitte April fast drei Monate lang unaufhörlich Öl ins Meer strömte, war es dem britischen Konzern Mitte Juli gelungen, den Ölfluss zu stoppen. Die Abdichtung ist jedoch nur eine Zwischenlösung.

Warten auf den "Static Kill"

Die letzten geplanten Manöver im Kampf gegen das Ölleck im Golf von Mexiko werden voraussichtlich um einen Tag verschoben. Die von Experten "Static Kill" genannte Aktion, bei der Schlamm und Zement von oben in das Bohrloch gepresst wird, müsse wahrscheinlich auf Dienstag verlegt werden, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen.

Als Grund nannte Allen, dass sich unerwartet Gestein in der Entlastungsbohrung gefunden habe. Das müsse zunächst beseitigt werden. Dies dauere voraussichtlich 24 Stunden. Entsprechend verzögere sich der Beginn des "Static Kill". Etwa fünf bis sieben Tage nach diesem Manöver soll damit begonnen werden, die außer Kontrolle geratene Quelle quasi von unten zu stopfen, indem über die Entlastungsbohrung Zement in sie gepumpt wird. Mit diesem "Bottom Kill" soll dann das Loch endgültig gestopft werden.

Florida Keys bleiben verschont

Die Regierung will nach den Worten Allens in den nächsten Tagen außerdem eine Aufstellung veröffentlichen, in der die geschätzte Menge des ausgeflossenen Öls der gesammelten, abgeschöpften und abgefackelten Menge gegenübergestellt werden soll. "Wir müssen wissen, wie viel noch da draußen ist", sagte der Einsatzleiter.

Gute Nachrichten gab es unterdessen für Süd-Florida, die Inselkette der Florida Keys und die Ost-Küste: Nach Berechnungen der US-Wetter- und Klimabehörde NOAA werden diese Gebiete voraussichtlich von der Ölpest verschont bleiben. Grund sei, dass der Ausfluss des Öls seit Mitte Juli gestoppt sei und eine "Loop Current" genannte Strömung, noch weit vom Öl entfernt sei, sagte NOAA-Chefin Jane Lubchenco. Experten hatten vorausgesagt, sie würde das Öl rund um Florida und bis zur US-Ostküste tragen.


Quelle: AFP

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Kommentare (1)

zum Forum

Thema: "Ölpest: Rückkehr zur Normalität im Golf von Mexiko"

ms schrieb: am 31. Juli 2010 um 16:48:54
(0) (0) Fischerei freigegeben ???
Ein Meeresgebiet getränkt in einer hochgiftigen Mixtur aus Öl und Corexit 9500, giftigste Gase, die in extremer
Konzentration dort gemessen werden, eine drohende Methangasexplosion, die anstehende Hurrikansaison, die diesen Giftcocktail übers Land tragen können, eine von BP gesteuerte Medienzensur, Überflugverbote, viele Lecks aus dem Meeresboden usw. .... und Sie glauben, dass bald wieder Fischfang möglich sein wird, und alles zur gewohnten Ordnung übergeht ??? Das nenne ich Optimismus !!!
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