11.05.2010, 11:17 Uhr
Am Golf von Mexiko wird mit allen Mitteln versucht, die Ausbreitung des Ölteppichs zu verhindern (Foto: Reuters)
Rückschlag im Kampf gegen die Ölpest: Im Golf von Mexiko ist ein erster Versuch gescheitert, das offene Ölbohrloch am Meeresgrund mit einer Stahlbetonglocke abzudecken. In der riesigen Konstruktion bildeten sich Eiskristalle aus Gas und Wasser. Dadurch wurden die Öffnungen verstopft, durch die das Öl kontrolliert abgepumpt werden sollte.
Wegen der Verstopfung erhielt die 100 Tonnen schwere Glocke zu starken Auftrieb. Die Einsatzkräfte hätten sie daher wieder angehoben und 180 Meter seitlich platziert, teilte der Betriebsvorstand des Mineralölkonzerns BP, Doug Suttles, mit. "Was wir versucht haben, hat nicht funktioniert", sagte Suttles. "Ich würde aber in diesem Augenblick noch nicht von einem Scheitern sprechen." Es werde nun mindestens bis Montag dauern, bis eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werde.
Experten würden derzeit prüfen, wie die Kristallbildung verhindert werden könne. Eine Möglichkeiten sei es, dies durch Wärme zu verhindern. Die Kuppel müsste dann praktisch beheizt werden. Eine andere Möglichkeit sei der Einsatz von Ethanol.
In der Tiefe von 1500 Metern liege die Temperatur nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt. Die Öl- und Wasserkristalle "sehen wie Schlamm aus" und würden sich an der Spitze der Kuppel ansammeln. Die Kuppel werde dadurch instabil und beginne zu schwimmen.
Erneut wies Suttles darauf hin, dass eine derartige Operation mit einer Stahlkuppel über dem Leck niemals zuvor in derartiger Tiefe versucht worden sei. Bereits zuvor hatte er Komplikationen vorausgesagt. Aufgabe der Kuppel ist es, das ausströmende Öl aufzufangen, damit es anschließend auf ein Schiff gepumpt werden kann.
Die Kuppel ist etwa so hoch wie ein vierstöckiges Haus und wird mit Robotern in Mini-U-Booten ferngesteuert. Alleine die Aktion, die Kuppel auf dem Meeresgrund herunterzulassen, dauerte über 18 Stunden. "Das ist, als würde man in 5000 Fuß Tiefe eine Operation am offenen Herzen vollziehen, in der Finsternis und mit Roboter-gesteuerten Mini-U-Booten", sagte Lamar McKay, Chef von BP-Amerika, bereits vor Beginn der Aktion.
Aus den Lecks am Meeresgrund strömen täglich rund 800.000 Liter Öl, seit die von BP genutzte Bohrplattform "Deepwater Horizon" am 22. April bei einer Explosion zerstört wurde. Dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. Ursache des folgenschweren Unglücks 80 Kilometer vor der Küste von Louisiana war offenbar eine Methangasblase und eine Serie von Pannen.
Unterdessen wurden an den weißen Sandstränden der vor Alabama gelegenen Dauphin-Insel erste Teerklumpen angespült. Die Substanz stamme wahrscheinlich von der zerstörten Bohrplattform, teilte die Küstenwacht mit. Einsatzkräfte fuhren in Schlauchbooten die Küste entlang, um die Teerklumpen einzusammeln.
Die US-Behörden weiteten das Verbot für Fischfang an der Küste vor Louisiana aus. Über 10.000 Helfer seien im Einsatz, um zu verhindern, dass das Öl auf das ökologisch empfindliche Marschland am Mississippi-Delta trifft. Auch am Freitag habe man Teile des Ölfilms auf der Meeresoberfläche verbrannt. Zugleich gehen die Arbeiten weiter, durch Entlastungsbohrungen im Meeresboden das Ölleck zum Versiegen zu bringen.
Quelle: dapd , dpa
Feile schrieb:
am 9. Mai 2010 um 16:39:13
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@Heldmann
Richtig! Ich kann dieses Scheinheilige Umweltgeschwafel nicht mehr hören! Für 2.500,- Euro hätten die auch ihre Oma Abgewrackt.
Wir leben alle in dieser Natur und sind einfach etliche Milliarden Menschen zu viele. Ich Denke es wird sich von selbst richten! Die Natur erholt sich wieder, der Parasit Mensch hoffentlich nicht! Der Umwelt ist doch egal ob das restliche Öl in einem Zeitraum von 50 oder in 75 Jahren verbrannt wird. Hoffentlich hustet dieser böse Vulkan mal so das es Finster wird!
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Wahrheit schrieb:
am 9. Mai 2010 um 15:57:08
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Öl-Schwemme
Warum wird etwas erst dann gemacht,wenn das Kind schon in den Brunnen
gefallen ist!!
Die Bohrinseln stehen auch erst seit 2010
im Meer!!
Arme Wissenschaftler und "Ingeneure"!!
Sie können heute behaupten der Mensch ist am Klima so viel schuld,
sind aber nicht in der Lage so ein "kleines Loch" im Meer zu stopfen!!
Sie können auf den Mond fliegen,zum Mars u.v.m.
Ist das Andere alles Schwindel!!
Das Öl auf dem Meer ist Wahrheit,das Andere..........?
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maddin468 schrieb:
am 9. Mai 2010 um 14:53:49
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Verhältnisse in 1500 Meter Tiefe
Eigentlich hätte ich gedacht, daß zumindest die Fachleute eine Ahnung davon haben, welche Verhältnisse
in 1500 Metern Tiefe zu erwarten sind - wenigstens beim Druck und der Temperatur. Aber das paßt zur gesamten Stümperei seit Ausbruch der Katastrophe. Hoffentlich müssen in Zukunft alle Firmen, die Bohren nach und Fördern von Öl betreiben wollen, nachweisen, daß sie eine Reihe von Notfallszenarien vorsehen und beherrschen, bevor sie eine Erlaubnis für ihr Tun erhalten - und zwar weltweit!
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