05.05.2011, 08:30 Uhr
Ein Biber-Damm hat in Kanada eine Ölkatastrophe zumindest teilweise im Zaum gehalten. Wie die Umweltbehörde der Provinz Alberta mitteilte, traten Ende April rund 28.000 Barrel Öl aus einem Leck an einer defekten Leitung aus. Das weitere Ausbreiten des Öls in der Landschaft sei teilweise durch einen Biber-Damm aufgehalten worden, sagte Job Renner, Umweltminister der Provinz. Inzwischen sei die Lage wieder unter Kontrolle.
Die Ölkatastrophe ereignete sich nur wenige Kilometer vom Ureinwohner-Dorf Little Buffalo entfernt. Dort klagten die Bewohner den Angaben zufolge über Kopfschmerzen, Sehschwierigkeiten und Übelkeit. Die Symptome deuteten aber nicht zwangsläufig auf schwere Gesundheitsprobleme hin, sagte Renner.
Seinen Angaben zufolge waren rund hundert Einsatzkräfte in der Region unterwegs, um die Landschaft zu säubern. Die Ölkatastrophe habe nur einen "minimalen Einfluss" auf die Natur der Umgebung gehabt, behauptete er.
Das Leck an der defekten Pipeline wurde inzwischen wieder geschlossen. Aus der 770 Kilometer langen Leitung war bereits vor fünf Jahren Öl ausgetreten. Damals flossen 7500 Barrel Öl in die Landschaft. Den Behörden zufolge wurde die Leitung daraufhin aber sechsmal auf Schäden untersucht.
Quelle: AFP
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