30.11.2011, 10:20 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Oslo (dpa) - Auf ein geteiltes Echo ist in Norwegen das psychiatrische Rechtsgutachten gestoßen, das den Massenmörder Anders Behring Breivik für unzurechnungsfähig erklärt.
Während die Medien am Mittwoch ganz überwiegend zu Vertrauen in die heimischen Rechtsinstanzen aufforderten und Verständnis äußerten, verlangten Politiker in Oslo vereinzelt eine neue Untersuchung.
Hinterbliebene der 77 Opfer und Überlebende von Breiviks Anschlägen am 22. Juli äußerten sich in den Medien teils kritisch und enttäuscht, dass der rechtsradikale Islamhasser trotz jahrelanger, systematischer Vorbereitung auf sein Verbrechen für unzurechnungsfähig erklärt worden ist.
"Das ist eine Provokation. Er hat sie alle hinters Licht geführt und zu einer falschen Diagnose gebracht", sagte der 32-jährige Khalid Haji Ahmed in der Zeitung "Aftenposten". Er hatte das von Breivik verübte Massaker auf der Insel Utøya überlebt und fand danach die Leiche seines von Breivik erschossenen Bruders Isma.
Bei einer vom TV-Sender NRK in Auftrag gegebenen Umfrage (mit tausend Befragten) erklärten 48 Prozent, dass sie die Einstufung Breiviks als unzurechnungsfähig für falsch halten. 36 Prozent meinten, es entspreche ihrer Rechtsauffassung, dass Breivik im Gefolge dieser Diagnose nur als Patient in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen und nicht als Mörder zu Haft verurteilt werden könne.
Der Attentäter selbst reagierte nach Polizeiangaben "gekränkt" auf die Diagnose, wonach er psychotisch sei und auch an paranoider Schizophrenie leide. Der Auftakt des Prozesses gegen Breivik ist für den 16. April nächsten Jahres geplant.
Quelle: dpa
Freidenker schrieb:
am 30. November 2011 um 16:33:19
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Breivik
Wahrscheinlich wird man Ihn in der Anstalt zum Agressionsabbau ein Intensivtraining an Schußwaffen angedeihen lassen.
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dfghjdf schrieb:
am 30. November 2011 um 13:16:42
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Ratlos
Das mit AH ist sicher richtig, doch nur weil der Schaden, die Katasprophe größer war, ist der nicht unbedingt schuldiger gewesen.
Leider sind im zuviele nachgelaufen, statt ihn rechtzeitig wegzusperren
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Ratlos schrieb:
am 30. November 2011 um 10:43:05
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Vergleich
OK, ich bin kein Psychologe und kann zu den medizinischen Aspekten nichts sagen.Für mich als Laien steht außer Frage,dass jemand
der so eine Tat lange plant und ausführt, schwer gestört sein muss.Aber das wären Leute wie Adolf Hitler dann auch, oder? Wäre der dann auch schuldunfähig gewesen?Das kann es ja wohl nicht sein. Für mich gehört er lebenslang weg gesperrt.Was wohl in Angehörigen der Opfer vorgeht wenn alle 3 Jahre geprüft wird ob er wieder raus darf. Unglaublich.
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