30.12.2011, 10:58 Uhr
Nordkorea will auch unter seinem neuen Machthaber Kim Jong Un seinen bisherigen politischen Kurs beibehalten. So werde es auch künftig keine Gespräche mit der Regierung in Südkorea geben, teilte die Nationale Verteidigungskommission nach Angaben von Staatsmedien mit. Außerdem kündigte die Kommission Vergeltung für die "Sünden" des Südens während der Beisetzung des langjährigen Machthabers Kim Jong Il an.
"Wir erklären feierlich und stolz, dass die törichten Politiker in der Welt, einschließlich der Marionettengruppe in Südkorea, keinen Wandel erwarten sollten", hieß es in der Erklärung der Nationalen Verteidigungskommission, dem mächtigsten Entscheidungsgremium Nordkoreas. Nordkorea werde "auf immer den Umgang mit dem Verräter Lee Myung Bak und seiner Gruppe verweigern", hieß es. Die Kommission warf der Regierung in Seoul vor, sie habe im Zusammenhang mit den Beisetzungsfeierlichkeiten für Kim Jong Il "unverzeihliche Sünden" begangen.
Der Norden wirft Seoul insbesondere vor, Beileidsbesuche verboten zu haben. Mit Ausnahme von zwei Delegationen unter der Leitung der Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung und des Präsidenten der Hyundai-Gruppe durfte niemand vor der Beisetzung in den Norden reisen. Die Regierung in Seoul schickte zudem keine eigene Beileidsdelegation. Die Regierung in Pjöngjang ist außerdem verärgert, dass Seoul erlaubt hat, dass am Tag der Beerdigung Aktivisten mit Ballons Flugblätter über dem Norden abwarfen, in denen zum Sturz der Regierung aufgerufen wurde.
Die Spannungen auf der geteilten koreanischen Halbinsel hatten sich nach zwei folgenschweren militärischen Zwischenfällen im Jahr 2010 verschärft. Nordkoreas Küstenartillerie hatte im November eine zu Südkorea gehörende grenznahe Insel beschossen. Auch macht Südkorea den Norden für den Untergang eines seiner Kriegsschiffe im März desselben Jahres verantwortlich. Bei beiden Vorfällen waren insgesamt 50 Menschen ums Leben gekommen.
Im Mai 2010 hatte Nordkorea die Beziehungen zum Süden als abgebrochen erklärt, weil Seoul Strafmaßnahmen gegen das Nachbarland verhängt hatte. In diesem Jahr war es bei zaghaften Annäherungsversuchen zu vereinzelten Kontakten zwischen Regierungsvertretern beider Länder gekommen.
Die Erklärung der Verteidigungskommission kam einen Tag nach dem Ende der offiziellen Trauerzeit für den langjährigen Alleinherrscher Kim Jong Il, der vor knapp zwei Wochen gestorben war. Nordkorea hatte aber schon bereits während der Trauerperiode mehrmals bekräftigt, dass das Land an seiner "Militär-Zuerst"-Politik festhalten werde.
Nordkoreas Regime hat mittlerweile Kims jüngsten Sohn Kim Jong Un zum neuen "obersten Führer der Partei, der Armee und des Volkes" ausgerufen. Nach dem Machtwechsel hofft das Ausland auf einen gewissen Wandel in der Haltung Nordkoreas. Kim Jong Un mangelt es jedoch an politischer Erfahrung und es wird daher erwartet, dass der junge Mann zumindest zunächst der Politik seines Vaters folgen wird. Zudem gilt als wahrscheinlich, dass er in den ersten Jahren unter der Aufsicht seines Onkels Jang Song Thaek regieren wird, der Beobachtern schon länger als Graue Eminenz des Staates gilt.
Quelle: dpa , AFP , dapd
Donfresa schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:46:31
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Jens,
Die brauchen schon jetzt Treibstoff und Nahrungsmittel. Nicht die Elite des Landes.Die lebt wie die Made im Speck. Sondern das
Volk.
Das muss endlich wach werden. In der DDR und in Ländern Nordafrikas war ein Umsturz, unter Lebensgefahr für jeden Demonstranten, möglich. Warum noch nicht in Nordkorea? Wo es bitter nötig wäre.
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kuestentourer schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:42:38
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Nordkorea
Was wollen die den tun ? Den Rest der Welt verhaften und in Arbeitslager stecken ? Aber " der goße Nachfolger und die Sonne
des 21. Jahrhunderts" ( Kim Jong Un ) macht das schon !!!
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Konstruktiv schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 15:20:15
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@mb
Sehe ich genauso. Die Systeme müssen zu den Menschen "passen". Z.B. zum menschlichen Character, dem menschlichen Streben, dem
Bildungsgrad und dem Vermögen zur sozialen Verantwortung.
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