05.07.2010, 09:10 Uhr
Die zwölf vor der Küste Nigerias verschleppten Seeleute, darunter zwei Deutsche, sind frei. Das hat das nigerianische Militär mitgeteilt.
Ihr Frachtschiff war am Freitagabend vor der Küste des Niger-Deltas überfallen worden. Neben den beiden Deutschen wurden den Angaben zufolge sieben Russen, ein Litauer, ein Lette sowie ein Ukrainer verschleppt. Ein weiteres ukrainisches Besatzungsmitglied ließen die Geiselnehmer angeblich verletzt an Bord zurück.
Piratenüberfälle auf Schiffe im Golf von Guinea kommen immer häufiger vor, vor allem vor der nigerianischen Küste. Erst am 27. Juni hatten zwölf Piraten in Schnellbooten einen Schüttgutfrachter vor dem Niger-Delta angegriffen. Beim Versuch, das Schiff zu entern, schossen sie auf die Besatzungsmitglieder und verletzten einen Seemann leicht, wie die Internationale Seefahrtsbehörde (IMB) mitteilte. Die Besatzung wehrte den Angriff ab.
Allein 2009 wurden 28-mal Schiffe vor der Küste Nigerias überfallen. Die IMB geht davon aus, dass rund 30 weitere Angriffe nicht gemeldet worden sind, weil Schiffseigner zum Beispiel befürchten, dass ihre Versicherungsbeiträge erhöht werden könnten. Im ölreichen Nigerdelta werden zudem immer wieder Ausländer entführt und zumeist gegen die Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen.
Quelle: dpa , dapd , AFP
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