17.09.2006, 14:11 Uhr
Zu schwache Nieten im Schiffsrumpf sollen laut neuen Forschungsergebnissen den schnellen Untergang der Titanic mit verursacht haben. Eine Forschergruppe aus dem US-Staat Maryland hat vom Wrack des Kreuzfahrtschiffs geborgene Nieten untersucht und mit damals üblichen Materialien nachbauen lassen.
Stahlnieten hätten Leben gerettet
Ihr Ergebnis: Das verwendete Eisen war nicht so robust, wie die Konstrukteure offenbar dachten. Hätten die Bauer der Titanic Stahl verwendet, wäre das Schiff weniger schnell gesunken, und mehr Menschen hätten gerettet werden können. Das größte Kreuzfahrtschiff seiner Zeit sank in weniger als drei Stunden.
Foto-Serie
Schon bei vier Tonnen nachgegeben
Damalige Qualitäts-Nieten hätten eine Belastung von neun Tonnen ausgehalten, erklärt der Leiter der Forschungsprojekts, der Metallkundler Tim Foecke. Das mit Hilfe eines britischen Experten für historische Baustoffe nachgebildete Schmiedeeisen aber gab schon bei vier Tonnen nach.
"Sie konnten es nicht besser wissen"
Den Titanic-Konstrukteuren, der Belfaster Werft "Harland & Wolff", gibt der Forscher aber keine Schuld. Sie seien von mehreren Zulieferern ausgestattet worden, die möglicherweise zu wenig Erfahrung im Schiffsbau hatten "und es auch nicht besser wissen konnten". Foecke und seine Kollegin Jennifer Hooper McCarty arbeiteten zehn Jahre an dem Forschungsprojekt.
Stahlwände als porös eingestuft
Frühere Studien zum Untergang der Titanic kamen zu dem Ergebnis, dass der Stahl, aus dem das Schiff gefertigt war, im Eiswasser des Nordatlantik spröde geworden sei. Deshalb habe der Eisberg so große Schäden an der Schiffswand anrichten können. Diese Theorie wird aber von anderen Forschern angezweifelt, die das Schwesterschiff der Titanic, die Olympic, untersuchten. Bei der Olympic wurde der gleiche Stahl verwendet, wie bei dem Unglücksschiff, trotzdem überstand es diverse Zusammenstöße.
Nietlöcher in Verdacht
Auch die Nieten gerieten bei der Suche nach der Unglücksursache schon in den Fokus der Experten. Sie vermuteten, dass die Stahlplatten feine Risse bekommen hätten, als die Nietlöcher kalt hinein gestanzt wurden. Die Wissenschaftler räumten jedoch ein, dass auch moderne verschweißte Stahlplatten dem Eisberg nicht hätten standhalten können.
Bug des Schiffs schwer beschädigt
Die "Titanic" kollidierte auf ihrer Jungfernfahrt vom südenglischen Southampton nach New York am 14. April 1912 im Nordatlantik mit einem Eisberg. In voller Fahrt rammte gegen den etwa 300.000 Tonnen schweren Berg, wobei der Bug des Schiffes schwer beschädigt wurde.
1500 Tote beim Untergang
Das Schiff galt davor als ein Wunder der Technik und wurde aufgrund der vollautomatischen Wasserschutztüren zwischen den 16 wasserdicht abschottbaren Abteilungen von der Presse und der Reederei als „praktisch unsinkbar“ bezeichnet. Nach dem Zusammenstoß liefen mehrere Abteilungen sofort mit Meerwasser voll und brachten so das Schiff schnell zum Sinken. Mehr als 2000 Passagiere und Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord. Mehr als 1500 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.
Quelle: t-online.de , AFP
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS