09.01.2012, 14:02 Uhr
Plünderer haben in Neuseeland die von dem havarierten Containerschiff "Rena" an Land gespülten Container ausgeraubt. Die Diebe hätten offenbar vor allem Milchpulver gestohlen, teilte die Polizei mit. Die Behörden warnten die Bevölkerung vor einem Kontakt mit der Fracht. Sie könne die Gesundheit gefährden.
"Wir rufen diejenigen auf, die Dinge mitgenommen haben, diese zum Strand zurückzubringen, wo sie von Entgiftungsteams bearbeitet werden können", sagte ein Sprecher.
Um weitere Plünderungen zu verhindern, schlossen die Behörden vorübergehend einen beliebten Strand. Auch in den angrenzenden Gebieten wurden die Menschen am Zugang zum Wasser gehindert. Obwohl die Verschmutzung nicht so schlimm war wie zunächst befürchtet, waren die Strände in der Feriengegend Tauranga auf der Nordinsel mit Schutt übersät, darunter vor allem Holz, Plastik sowie Milchpulvertüten und Styropor.
Einen schwachen Trost gibt es nach der Katastrophe immerhin: Offenbar ist bislang weniger Öl ins Meer geflossen als zunächst befürchtet. Der Ölteppich habe sich bis auf drei Kilometer von dem Wrack entfernt ausgebreitet, sagte der Sprecher der neuseeländischen Schifffahrtsbehörde. In dem havarierten Schiff befänden sich nun vermutlich weniger als 100 Tonnen Treibstoff.
Dennoch handelt es sich bei der Havarie des Containerschiffs wohl um die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Neuseelands. Den Behörden zufolge ist vom Land aus ein drei Kilometer langer und bis zu zehn Meter breiter Ölfilm auf dem Wasser zu sehen. Neue Öllachen wurden an den nur wenige Kilometer entfernten Stränden von Mount und auf der Leisure-Insel angespült. Säuberungsmannschaften sind im Einsatz, um den öligen Schlick einzusammeln, teilte die Schifffahrtsbehörde mit.
Die "Rena" war vor drei Monaten vor der neuseeländischen Küste Leck geschlagen. Sie verlor 360 Tonnen Öl. Mehr als 2000 Vögel wurden verschmutzt und verendeten. Spezialisten pumpten Hunderte Tonnen Öl ab, aber in den Tanks verblieben Reste. Am Sonntag ist das Schiff nun während eines schweren Sturms auseinandergebrochen.
Behördenangaben zufolge gingen dabei 150 Container über Bord, nicht wie zunächst angenommen 300. Etwa 700 Container befinden sich wohl noch auf dem Schiff. Unterdessen ist die Marine im Einsatz, um die wichtigsten Schifffahrtsstrecken auf versunkene und damit gefährliche Container abzusuchen.
Die beiden Wrackteile des Containerschiffs sitzen weiter auf dem Riff fest. Die See ist derzeit noch zu rau, um Experten an Bord zu lassen.
Quelle: AFP
Blümchen schrieb:
am 9. Januar 2012 um 16:54:02
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menschenverachtend
Die westliche Spitzentechnolgie ist nur noch menschenverachten es zählt nur der Profirt!!
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Ruhrpottskipper schrieb:
am 9. Januar 2012 um 16:17:05
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Frachtklau
hätte denen DownUnder mehr zugetraut, wenn sie schon mit dem Wrack nicht fertig werden (als erstes Container bergen), hätten Sie
wenigstens die Strände sichern können.
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claros schrieb:
am 9. Januar 2012 um 15:15:54
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bergung
was für bergungsspezialisten hier. weniger als null ahnung.
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