21.11.2010, 16:37 Uhr
In der neuseeländischen Pike-River-Kohlegrube wurden nach einer Methangasexplosion 29 Kumpel verschüttet (Foto: Reuters)
Ein Brand in der neuseeländischen Unglücksmine hält Rettungskräfte weiter davon ab, nach den 29 verschütteten Bergleuten zu suchen.Nach Angaben der Retter ist die Konzentration von Methan und Kohlenmonoxid in dem Bergwerk so hoch, dass ein Helferteam eine weitere Explosion auslösen könnte. Einsatzkräfte haben unterdessen damit begonnen, ein 15 Zentimeter tiefes Loch in den Berg zu bohren, um Messungen vorzunehmen und nach Lebenszeichen zu suchen.
Man vermutet, dass ein Kohlefeuer im Inneren der Mine die Gase produziert, weil es Hinweise auf große Hitze in der Tiefe gibt. "Etwas passiert da unten, aber wir wissen nicht, was das ist", sagte der Chef der Betreiberfirma, Peter Whittall. "Dies ist ein Such- und Rettungseinsatz, mit der Konzentration auf die Rettung", sagte Polizeipräsident Gary Knowles dem Fernsehsender TV One. Man werde die Hoffnung nicht aufgeben. "Bis jemand mir beweist, dass die Situation sich geändert hat, tun wir unser Bestes, um sie herauszuholen."
Die Bohrungsarbeiten können laut Knowels wahrscheinlich noch in der Nacht abgeschlossen werden. Dann soll die Gas-Konzentration im Inneren der Mine erneut bestimmt werden. Außerdem wollen die Retter Mikrophone in die Tiefe hinab lassen, um mögliche Geräusche von Überlebenden zu hören. Knowles wollte keinen Zeitrahmen für die Rettungsarbeiten nennen. "Die Teams stehen bereit und bei der ersten Möglichkeit, egal ob Tag oder Nacht, werden sie dort hinuntergehen", erklärte er. "Es gibt keinen Zeitplan für solche Operationen. Es könne einen Tag dauern, es könnte Wochen dauern."
Von den Kumpeln im Alter zwischen 17 und 62 Jahren gab es bislang noch kein Lebenszeichen. Die Vermissten befinden sich wahrscheinlich zwei Kilometer tief entlang des horizontalen Haupttunnels im Berg. Die Minenarbeiter hätten jeweils für eine halbe Stunde Sauerstoff dabei gehabt, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Betreiberunternehmens Pike River Coal. Dieser Vorrat sei genug, um Sauerstofflager unter Tage zu erreichen. Dort sei genug Luft vorhanden, um mehrere Tage zu überleben.
Die Angehörigen der Verschütteten wurden am Sonntagmorgen zwei Stunden lang über das Grubengelände geführt und über den Stand der Rettungsmaßnahmen informiert. "Es war natürlich sehr emotional für sie, dort zu sein, während ihre Familienmitglieder noch in der Tiefe sind", sagte Whittall. "Sie waren sehr verständnisvoll und verstehen besser, worüber wir hier sprechen." Den Familien konnte der Besuch ihre Ängste aber nicht nehmen. "Es war gut, den Ort zu sehen, aber es ist immer noch schwer", sagte Laurie Drew, dessen 21-jähriger Sohn zu den Vermissten gehört. "Wir wollen einfach nur da sein, wenn sie herauskommen." Allerdings habe die Mine Bitten der Angehörigen abgewiesen, am Eingang zum Bergwerk warten zu dürfen.
Quelle: dpa
Lallapla schrieb:
am 21. November 2010 um 13:28:24
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Grubenbrand
Traurig und nervenaufreibend so ein Unfall , aber in den allermeisten Fällen liegt es an den Betreibern die sparen bei
Sicherheitsrelevanten Dingen um Ihren Profit zu erhöhen , was der hier von sich gibt ist schönfärberei und verarschen der Hinterbliebenen die vor dem Stollen stehen. Gasvorkommen kann mann gut messen und je nach Kohlesorte muß man halt öfter pro Schicht messen , aber das kostet und deshalb wird es nicht gemacht !
Gewinnoptimierung nennt man so etwas und hinterher schleimerei !
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