17.10.2011, 09:58 Uhr
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat ein neues hochmodernes Flaggschiff. Die "Rainbow Warrior III" wurde auf der Fassmer-Werft im niedersächsischen Berne bei Bremen speziell für die Anforderungen der Umweltschützer gebaut.
Das etwa 58 Meter lange Segelschiff wird der international tätigen Organisation ab sofort für Kampagnen und Forschungsreisen zur Verfügung stehen.
Umweltsünder sollen es auf den Meeren künftig schwerer haben. "Sich auf See vor der Rainbow Warrior III zu verstecken oder ihr zu entkommen, ist schwierig", sagt ein Greenpeace-Sprecher. Fünf große Segel bringen das Schiff klimaschonend und bis zu 14 Knoten schnell über die Weltmeere. Bei ungünstigem Wetter oder Flaute springen verbrauchsarme Dieselmotoren mit Abgasreinigungsanlage ein, bei niedrigeren Geschwindigkeiten ein Elektromotor. Der Müll an Bord wird sortiert, Trinkwasser aus dem Meer gewonnen und Abwasser wieder aufbereitet.
23 Millionen Euro hat sich Greenpeace den Neubau kosten lassen. Mehr als 100.000 Spender haben die Investition möglich gemacht. "Einen Umbau wollten wir diesmal nicht. Wir wollten keine Kompromisse mehr eingehen", so der Sprecher der Umweltschutzorganisation. An Bord ist Platz für acht Tonnen wissenschaftliche Spezialausrüstung. Außerdem verfügt das nach streng ökologischen Standards gebaute Schiff mit dem charakteristischen grünen Rumpf und einer Regenbogenbemalung am Bug über eine Kommunikationszentrale, die gegen Erstürmungsversuche gesichert ist und Bilder von Umweltverbrechen in Echtzeit per Satellit in alle Welt übertragen kann.
Im Gegensatz zum vorherigen Schiff besitzt die "Rainbow Warrior III" einen Hubschrauberlandeplatz. Damit ließen sich große Seegebiete etwa nach illegalen Fischereiaktivitäten absuchen. Außerdem kann die bis zu 32-köpfige Besatzung selbst bei schlechtem Wetter und hohem Wellengang Schlauchboote ins Wasser setzen. Bei dem Vorgänger-Schiff war das oft zu gefährlich.
Kampagnenschiffe sind mit die bekanntesten Instrumente von Greenpeace. Die Organisation ist mit zahlreichen Aktionen gegen Umweltsünder zur See bekannt geworden, darunter Proteste gegen Atomwaffentests im Pazifik, gegen Walfänger oder gegen die Versenkung der Ölplattform Brent Spar in der Nordsee. Die "Rainbow Warrior" war dabei stets das Flaggschiff der Greenpeace-Flotte. Die "Rainbow Warrior I" wurde 1985 durch eine Bombe des französischen Geheimdiensts versenkt und 1989 durch die "Rainbow Warrior II" ersetzt, die 22 Jahre lang im Einsatz war. Vor einigen Wochen war sie ausgemustert worden, um der "Rainbow Warrior III" Platz zu machen.
Quelle: AFP , dpa
Liberalradikaler schrieb:
am 14. Oktober 2011 um 21:23:07
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Weiter so…!
Wenn schon „Krieg“, dann unter dem Zeichen des Regenbogens! Hab sie seit der Anti-Walfang Kampagne unterstützt und wegen
ihren Einsätzen immer bewundert. Sie sind Idealisten die auch ein paar kleine Fehler gemacht haben, aber sie sind nicht käuflich wie die meisten von uns! So´ne Art Indianer der Neuzeit. Geld verdienen bzw. eine Existenz besitzen ist doch wohl nicht verwerflich!? Bin übrigens kein grüner „Gutmensch“!
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