26.01.2012, 14:46 Uhr
Zwei neue Spinnenarten krabbeln immer häufiger durch Deutschlands Gebäude: die Kräuseljagdspinne (Zoropsis spinimana) und eine neue Art der Zitterspinne (Holocnemus pluchei).
Nach Angaben von Peter Jäger, Spinnenforscher am Senckenberg Forschungsinstitut, sind die neuen Arten vermutlich aus dem Mittelmeerraum zugewandert. Der Wissenschaftler hat in den vergangenen Jahren eingeschleppte Spinnenarten untersucht.
Die Zitterspinnenart "Holocnemus pluchei" entdeckte Jäger zuerst in einem Kölner Parkhaus unter einem Euro-Busbahnhof. "Hier kommen Busse direkt aus Mittelmeerländern an, Gepäck wird ausgeladen, eventuelle blinde Passagiere finden in dem frostfreien Habitat Parkhaus eine erste Bleibe", erklärt der Forscher seinen Fund.
Angst braucht man vor der eingewanderten Art nicht zu haben: Die Spinne ist ungefährlich und vertilgt hauptsächlich Insekten, unter anderem auch Lästlinge wie Schaben oder Stechmücken. Auch im ökologischen Sinne wird die Zitterspinne wahrscheinlich keinen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall wird eine eingewanderte Art durch eine neue ersetzt, denn auch die fast ausschließlich in Gebäuden vorkommende "heimische" Zitterspinne "Pholcus phalangioides" ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Einwanderer.
Die neue Art "Holocnemus pluchei" unterscheidet sich von ihren bereits hier beheimateten Verwandten durch ein dunkles Längsband an der Bauchseite und einer lebhaften Rückenzeichnung .Sie scheint außerdem unempfindlicher gegen Licht und Trockenheit zu sein, so dass sich die Spinnenarten wahrscheinlich - ökologisch gesehen - aus dem Weg gehen werden.
Darüber wurde eine weitere eingeschleppte Art nachgewiesen werden: Die Spinne "Zoropsis spinimana" - zu deutsch: Kräuseljagdspinne. Sie hat eine Körperlänge (ohne die Beine) von bis zu zwei Zentimetern und erinnert an die heimische Wolfsspinne. Die gedrungenen Tiere jagen nachts frei in Gebäuden und werden daher sensiblen Wohnungsinhabern eher auffallen, als die schlanke, langbeinige Zitterspinne, die häufig mit Weberknechten verwechselt wird.
Andere, kleinere Spinnenarten, wie die nur 1,5 bis zwei Millimeter messende "Mermessus trilobatus" aus der Familie der Baldachinspinnen, sind ebenfalls Zuwanderer in Deutschland. Sie sind jedoch so klein und unscheinbar, dass sie von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden.
In Nachbarländern sind schon zahlreichere fremde Arten angekommen und stehen sozusagen vor der deutschen Haustür: In Belgien verzeichnet man beispielsweise vier neue Spinnenarten, darunter die in allen tropischen Gebieten vorkommende Zitterspinne "Crossopriza lyoni", die an ihrem dreieckigem Hinterleibs-Umriss zu erkennen ist.
Auch Giftspinnen sind bereits aufgetaucht. Funde der giftigen Schwarzen Witwen - meist "Latrodectus mactans" - werden aus Belgien, vereinzelt auch aus Deutschland gemeldet. Bisher sind hier allerdings keine Populationen, die sich fortpflanzen, bekannt.
Quelle: dpa
Zauberkiste schrieb:
am 26. Januar 2012 um 19:56:40
(249)
(44)
wääh
Bin zwar ein Mann, aber mich schüttelt es trotzdem beim Anblick von Spinnen :( Zum Glück jagen meine Katzen die Viecher^^
Kommentar melden
Petra schrieb:
am 26. Januar 2012 um 19:53:54
(189)
(53)
Spinne
Sicher wird da jetzt eine neue Impfung auf den Markt geschmissen.........
Kommentar melden
friedel schrieb:
am 26. Januar 2012 um 19:26:19
(129)
(163)
Spinnen
Ich liebe Spinnen.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sichern Sie sich jetzt bis zu 30% auf die neue Frühlingskollektion.
bei Charles-Voegele.de
Jetzt SIM-Karte sichern, 40,- € Start-
guthaben kassieren & Handyruf- nummer mitnehmen. von blau.de
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. von druckerzubehoer
Riesenauswahl an Schuhen und Kleidern von Top-Marken - Versand und Rückversand kostenlos. mehr