19.01.2012, 18:42 Uhr
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat erneut Haarrisse an den Flügeln seines Langstreckenflugzeugs A380 entdeckt. Die Risse gefährdeten aber nicht die Sicherheit der Maschinen, teilte Airbus mit. Ein Programm zur Kontrolle und Reparatur laufe bereits.
Die Fachzeitschrift "Aviationweek" hatte zuvor berichtet, dass die Europäische Agentur für Flugsicherheit Inspektionen angeordnet habe.
Airbus hatte bereits vor knapp zwei Wochen erstmals von kleineren Rissen an den Außenrippen gesprochen, die aber nicht dringend ausgebessert werden müssten. Dafür reichten die Inspektionen, die alle vier Jahre üblich seien. Die nun entdeckten Risse sollen einen anderen Ursprung haben als die, die vor zwei Wochen bekannt wurden.
Der A380 ist weltweit das größte Passagierflugzeug und ein Flaggschiff von Airbus. Derzeit sind 67 solcher Großraumflugzeuge im Einsatz.
Nach australischen Erkenntnissen geht die Beinahe-Katastrophe eines A380 vor 14 Monaten in Singapur wie vermutet auf eine defekte Ölleitung zurück. Das bestätigte die australische Transportsicherheitsbehörde in ihrem jüngsten Zwischenbericht. Damit sei Airbus selbst aus dem Schneider, meinte der Airline-Experte Ben Sandilands. "ATSB findet bei A380 keine Fehler im Design oder bei Flugzeugteilen", schrieb er auf seiner Webseite.
Bei dem A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas mit 466 Menschen an Bord war am 4. November 2010 kurz nach dem Start in Singapur eines der vier Triebwerke in Brand geraten. Teile stürzten über der indonesischen Insel Batam zu Boden. Die Piloten kehrten um. Bei der Notlandung wurde niemand verletzt. Der Triebwerk-Hersteller Rolls Royce räumte schon kurz nach dem Unglück nach ersten Untersuchungsergebnissen Probleme mit dem Trent-900 Triebwerk ein und empfahl den Austausch von Komponenten oder Triebwerke.
Die ATSB untersuche weiter, ob die defekte Ölleitung schon während der Herstellung des dazugehörigen Moduls, hätte entdeckt werden können, teilte die Behörde mit. Ein Abschlussbericht werde voraussichtlich im dritten Quartal vorgelegt.
Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Ölleitung rissig und löste eine Kettenredaktion aus. Öl spritzte in das Triebwerk und geriet wegen der hohen Temperaturen in Brand. Dadurch ging die Turbinenscheibe kaputt. Umher fliegende Metallsplitter verursachten erheblichen Schaden in dem Triebwerk.
Das Flugzeug steht nach Angaben der ATSB noch zur Reparatur in Singapur. Qantas hatte sämtliche A380-Flüge nach dem Zwischenfall zunächst ausgesetzt. Die Fluggesellschaft einigte sich im Juni mit Rolls-Royce auf Entschädigung und erhielt nach eigenen Angaben 95 Millionen australische Dollar (zu dem Zeitpunkt 70 Mio Euro).
Quelle: dpa , AFP
Dipl.Ing. schrieb:
am 19. Januar 2012 um 21:23:56
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Risse
Antul und Stefan haben vollkommen Recht. Rissbildung an dynamisch schwellend oder wechselnd belasteten Bauteilen kann man nicht sich
selbst überlassen, schon gar nicht an Tragflächen. Hier muss die Ursache erforscht werden, Schwingungsmessung,Lastwechsel, an den betr.Stellen. Abgleich mit der Konstruktion und dann ran ans Flugzeug.Solange in jedem Fall die vorh. Risse am Weiterlaufen hindern :Bohrung Anfang+Ende und schließen.
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Kommentator schrieb:
am 19. Januar 2012 um 21:02:07
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an "Heli"
es ist besser ein Produkt ( : Dreamliner ) später auszuliefern und dann ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen als
nach Methode Airbus neue Modelle "zusammen zu kloppen" nur um etwas zu liefern. Die Pannen beweisen die Flickschusterei, Das zur Kenntnisnahme für "Heli" !
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Katrin schrieb:
am 19. Januar 2012 um 20:50:30
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Airbuss
Schon erstaunlich, was für eine Sorte Mensch sich hier zu Wort meldet.
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