15.03.2010, 09:50 Uhr | apn
Auch gegen Georg Ratzinger erhebt der ehemalige Schüler schwere Vorwürfe (Foto: Reuters)
Bei den Regensburger Domspatzen sollen sexueller Missbrauch und Misshandlungen länger praktiziert worden sein als bisher bekannt. Wie der "Spiegel" berichtet, kam es nach Aussagen von Betroffenen noch mindestens bis 1992 zu sexuellen Übergriffen auf Schüler. Bislang waren nur Fälle aus den 50er und 60er Jahren bekannt.
Demnach sagte ein ehemaliger Schüler dem Magazin, dass er bis zum Verlassen des Internats 1992 sexuelle und körperliche Gewalt als allgegenwärtig erlebt habe. Er selbst sei im Internat von älteren Schülern vergewaltigt worden, auch in der Wohnung eines Präfekten sei es zu Analverkehr zwischen Schülern gekommen, zitiert der "Spiegel" den ehemaligen Schüler: "Die haben den Druck eines totalitären Systems eben weitergegeben." Das Bistum Regensburg wollte sich laut "Spiegel" zu den Vorwürfen nicht äußern.
Auch der Chorchef und Papstbruder Georg Ratzinger wurde dem Bericht zufolge von ehemaligen Domspatzen als "extrem cholerisch und jähzornig" erlebt. So habe Ratzinger noch Ende der 80er Jahre bei Chorproben erzürnt Stühle in die Reihen der Sänger geworfen. Einmal habe sich der Domkapellherr so erregt, dass ihm sogar das Gebiss herausgefallen sei.
Der 86-jährige Ratzinger wollte sich laut "Spiegel" dazu ebenfalls nicht äußern. Zuvor hatte er eingeräumt, bis zum Ende der 70er Jahre in den Chorproben selbst hin und wieder Ohrfeigen verteilt zu haben. Doch habe er nie jemanden "grün und blau" geschlagen. Er hatte in dem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" bekräftigt, von sexuellem Missbrauch nichts gewusst zu haben - auch nicht gerüchteweise.
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, sprach sich für eine Aufhebung des Pflichtzölibats der Priester aus. Die Kirche müsse "Konsequenzen struktureller Art ziehen und dabei reflektieren, ob es kirchenspezifische Bedingungen gibt, die den Missbrauch begünstigten", sagte Glück der Süddeutschen Zeitung. "Dazu gehört zweifellos eine Auseinandersetzung mit dem ganzen Thema Sexualität, angefangen vom Umgang damit bis hin zur Auswahl des kirchlichen Personals." Die Lockerung des Pflichtzölibats sei "ein Weg", sagte Glück, allerdings sei damit das Problem alleine nicht gelöst.
Die Welle an bekannt gewordenen Missbrauchsfällen bezeichnete der ZdK-Präsident und frühere CSU-Politiker als "Alptraum": "Es ist die schwerste Belastung unserer Kirche, seit ich denken kann." Die Kirche müsse nun den "Willen zur vorbehaltlosen Aufklärung" der Missbrauchsfälle beweisen. Oberstes Gebot müsse dabei sein, die Opfer in den Mittelpunkt zu stellen, und nicht zu versuchen, durch Schweigen das Ansehen der Kirche zu schützen, forderte Glück: "Wer hier nicht mitgeht, gefährdet die Glaubwürdigkeit der Kirche, oder anders ausgedrückt: Er versündigt sich an den Opfern und der Kirche."
Quelle: dapd
Klaus schrieb:
am 7. April 2010 um 14:53:46
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Verachtung
Schande über die Pfaffen und ihre Helfeshelfer. So was kann sich nicht Kirche nennen. Alles gehört in die Öffendlichkeit. Auch
der Chef im Vatikan soll sich endlich hinter die Opfer stellen. Pfeui Teufel
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Kira schrieb:
am 7. April 2010 um 09:53:18
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Missbrauch bei Regensburger Domspatzen.
Hier wird geschrieen und gejammert.
An Ostern wurde der Papst in Rom bejubelt.
Das Kirchenvolk hätte
es doch in der Hand zu sagen .
Da gehen wir nicht mehr hin....
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Ralf schrieb:
am 7. April 2010 um 09:51:28
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Regensburger Domspatzen
Was soll dieses Geschrei.
Wir sind nichts gegen diese "kirchlichen" Würdenträger.
Glaubt ihr wirklich das jemand
etwas gegen den Bruder unseres Papstes unternimmt?
Früher konnte uns die Kirche ganz gut erschrecken ,das Volk wurde dumm gehalten und man hat uns mit der Hölle gedroht.
Der Mensch von heute glaubt all das nicht mehr,damit hat die Kirche ihre macht die sie auf uns ausgeübt hat verloren.
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