04.11.2010, 11:06 Uhr
Autobomben und kein Ende: 15 neue Explosionen erschüttern Bagdad. (Foto: Reuters)
Die Gewalt im Irak nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an: Die jüngste Anschlagsserie in Bagdads schiitischen Stadtteilen hat nach offiziellen Angaben 64 Menschen das Leben gekostet. Gesundheitsminister Salih al-Hasnawi sagte, 360 Menschen seien verletzt worden, als in der irakischen Hauptstadt kurz hintereinander 15 Autobomben und fünf kleinere Sprengsätze detonierten. Einige irakische Beobachter erklärten, es seien mindestens 100 Menschen getötet worden.
In der Nacht zum Montag waren bei der Geiselnahme in einer katholischen Kirche in Bagdad bereits 50 Christen und fünf Geiselnehmer ums Leben gekommen. Die Geiselnehmer erklärten, sie forderten die "Freilassung" von ehemaligen Christinnen, die zum Islam konvertiert seien und jetzt von der koptisch-orthodoxen Kirche festgehalten würden. Dann jagten sie sich mit Sprengstoffgürteln in die Luft.
Am Mittwoch tauchte auf islamistischen Websites ein Bekennerschreiben im Namen des "Kriegsministeriums" des so genannten "Islamischen Staates im Irak" auf - das ist der lokale Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Darin hieß es, man habe der koptischen Kirche 48 Stunden Zeit gelassen, um die Frauen "freizulassen". Da dies nicht geschehen sei, betrachte man nun alle christlichen Organisationen, alle Kirchenangehörigen und auch die Gläubigen als "legitime Angriffsziele für die Gotteskrieger". In Ägypten wurden derweil zusätzliche Polizisten zum Schutz der Kirchen aufgeboten.
Die Aufständischen nutzen weiter das Machtvakuum in Bagdad für ihre Zwecke. Seit den Parlamentswahlen im März ist das Land ohne Regierung. Damals hatte das säkuläre Bündnis des früheren Übergangs-Regierungschefs Ijad Allawi die meisten Mandate erhalten - allerdings nicht genug, um allein Regierungsverantwortung zu übernehmen. Eine Koalition kam bisher nicht zustande.
Die US-Regierung hatte Ende August den Abzug ihrer Kampftruppen aus dem Irak verkündet. Die verbliebenen 50.000 US-Soldaten sollten den irakischen Sicherheitskräften künftig bei der Ausbildung und in logistischen Fragen helfen, hieß es in Washington.
Quelle: dpa
klemm schrieb:
am 3. November 2010 um 18:04:28
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Irak
Der Verursacherer all dieses Leids und der vielen Toten Ist Busch und seine Administration. Leider können sie trotz allem dem wohl noch gut schlafen.
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T:S schrieb:
am 3. November 2010 um 14:32:01
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Irak
Das ist die viel gerühmte Demokratie die der Westen dem Irak gebracht hat
und Bush Rumsfeld und Konsorten sitzen auf dem warmen Sofa
man sollte diese Kriegsverbrecher anklagen und in ein gefängnis im Irak stecken dann bekommen sie die neue demokratie am eigenen Leib zu spüren.
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Historia schrieb:
am 3. November 2010 um 13:40:23
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Anschläge
Furchtbar! Mir tun die Menschen sehr leid, die sowas tagtäglich erdulden müssen. Diesen Fanatikern ist völlig egal, ob
Landsleute oder selbst Glaubensbrüder bei ihren Anschlägen getötet werden. Was sagt eigentlich der Vatikan dazu, daß jetzt Christen das Ziel sind? Als dieser amerikanische Pfarrer den Koran verbrennen wollte, ging doch ein Aufschrei durch sämtliche Glaubensrichtungen, wo ist der jetzt?
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