10.02.2012, 21:04 Uhr
Im Zusammenhang mit der Mordserie der Zwickauer Neonazi-Zelle ist in der Schweiz eine weitere Person festgenommen worden. Der Schweizer aus dem Berner Oberland sei von einem Haftrichter in Untersuchungshaft gesetzt worden, sagte der Sprecher der Kantonspolizei Bern, Michael Fichter, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte zudem einen Bericht der Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Bund", wonach gegen den Verhafteten wegen Verdachts auf Unterstützung einer kriminellen Organisation ermittelt wird.
Die Zwickauer Terrorzelle nannte sich "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Sie soll Sprengstoffanschläge und zehn Morde an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und einer Polizistin verübt haben.
Der Mann war am Dienstagabend nach einem Auslandsaufenthalt bei seiner Ankunft am Flughafen Zürich festgenommen worden. Die Ermittlungen drehen sich um die Frage, wie die Neonazis in Deutschland zu der Tatwaffe gelangt sind. Es handelt sich dabei um eine Pistole der tschechischen Marke Ceska mit Schalldämpfer. Diese war in der ausgebrannten Wohnung der Täter in Zwickau gefunden worden. Die Ermittler konnten inzwischen feststellen, dass die Waffe aus der Schweiz stammt.
Ein erster Verdächtiger war in der Schweiz am 20. Januar vorübergehend festgenommen worden.
Quelle: dapd
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