03.01.2012, 11:19 Uhr
Hacker aus dem Umfeld der Anonymous-Gruppe haben ein gegen Neonazis gerichtetes Enthüllungsportal gestartet. Auf der Website nazi-leaks.net ist unter anderem eine Liste mit angeblichen NPD-Spendern veröffentlicht worden. Das Portal ist nach Angaben der anonymen Betreiber Teil der "Operation Blitzkrieg", mit der Anonymous seit mehreren Monaten dazu aufruft, die Web-Auftritte rechter Organisationen anzugreifen.
Bei nazi-leaks.net handelt es sich um ein technisch einfaches Blog, bei dem Nutzer per E-Mail Informationen einreichen können. Auf der Seite standen am Montag unter anderem Listen mit Kunden rechter Versandhäuser, Autoren der Zeitschrift "Junge Freiheit" sowie interne E-Mails der NPD, aus denen bereits im Februar mehrere deutsche Medien berichtet hatten. Die Domain wurde am 18. Dezember 2011 registriert.
Nazi-Leaks bündelt dabei offensichtlich unter anderem auch frühere Veröffentlichungen, die auf diverse Internetseiten gestreut worden waren. So fanden sich unter den Veröffentlichungen auch E-Mails von NPD-Mitgliedern, die zuvor schon die "taz" ins Netz gestellt hatte.
In der rechtsextremen Szene herrschte unterdessen Verunsicherung vor. "Operation Blitzkrieg hat wieder einmal zugeschlagen", hieß es etwa von einem anonymen Nutzer im Forum von "Thiazi", worauf ein anderer entgegnete: "Da werden noch ein paar folgen fürchte ich." Teilweise wurde dazu aufgerufen, die von Anonymous veröffentlichten Listen nach Bekannten zu durchforsten, um diese sodann gegen die Hacker aufzuhetzen.
Zum Jahresbeginn hat Anonymous offenbar zudem mehrere rechtsextremistische Internet-Seiten blockiert. Nachdem die "Operation Blitzkrieg" zu Attacken aufgerufen hatte, wurden die Neonazi-Plattform Altermedia Deutschland, das NPD-Parteiorgan "Deutsche Stimme" und der DS-Versand lahmgelegt.
Die Hacker wünschten per Twitter-Meldung "allen Nazis und vor allem Altermedia einen guten Start ins neue Jahr". Altermedia war am Montagvormittag zumindest zeitweise wieder zu erreichen, immer wieder jedoch erhielten Nutzer beim Ansteuern der Seite eine Fehlermeldung. Die "Deutsche Stimme" und der Online-Versandhandel für Neonazi-Accessoires DS-Versand blieben indes zunächst offline.
Anonymous ist ein lose organisierter Zusammenschluss von Hackern ohne klar umrissene Führung. Die Aktivisten schließen sich zumeist ad hoc zu einzelnen "Operationen" zusammen.
Quelle: dapd , dpa
Frank schrieb:
am 2. Januar 2012 um 21:25:00
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zu "nina"
Nina,das ist einfach nut totaler Blödsinn!Eine ECHTE Demokratie muss sich vor GAR NICHTS fürchten und schon gar nicht vor
5000 Rechtsextremen!Nazis kommen an die Macht?So ein Mist!Endweder Sie wollen in einer Demokratie leben oder nicht?ABER wenn,dann müssen Sie auch Meinungsfreiheit akzeptieren und vor allem sich an Recht und Ordnung halten!Wenn Sie Anoymous zujubeln,haben Sie selber ein gestörter Rechtsauffassung und wollen gar keine echte Demokratie!
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nina schrieb:
am 2. Januar 2012 um 21:19:27
(248)
(177)
Naziproblem
Man darf sich wehren, wenn die Demokratie auf dem Spiel steht, was zu erwarten ist, wenn die Gefahr besteht, daß die Nazis an
die Macht kommen. Wenn sogar der VS unfähig zu sein scheint. Art. 20 GG!
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Oma Hans schrieb:
am 2. Januar 2012 um 20:50:56
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Bravo Anonymous!
Genauso: Bravo Occupy-Wallstreet, Attac usw. Respekt, Ihr jungen Leute! Bin leider schon etwas zu alt für Computer-Hacken,
aber auf Demos gehe ich noch!
Schluß mit dem Rechten Terror, einmal reicht!
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