06.09.2011, 09:35 Uhr | t-online.de, tbo
Die "Nautilus-X" ist als Raumtransporter für Einsätze konzipiert, die bis zu 24 Monate dauern (Quelle: Infografik t-online.de/NASA)
Ein kleines Team der NASA tüftelt nach dem Ende der Space-Shuttle-Ära an Möglichkeiten, im Weltraum mobil zu sein. Die "Nautilus-X" kommt nicht in einem stromlinienförmigen Design daher - im Gegenteil: Mit einer Art großem Rettungsring in seiner Mitte, aufblasbaren Crew-Quartieren und meterlangen Solarzellen-Flügeln ist der Raumtransporter eher unförmig. Für den Entwurf stehen Edward Henderson und Mark Holderman vom Johnson Space Center der NASA in Houston, Texas.
"Nautilus-X" steht für "Non-Atmospheric Universal Transport Intended for Lenghty United States Xploration". Das bedeutet so viel wie "Außeratmosphärischer Universal-Transporter für länger dauernde Weltraumerkundungen der Vereinigten Staaten".
Das Projekt ist eine von mehreren "Schlüsseltechnologien zur Erkundung des Weltraums", die das Technology Applications Assessment Team (TAAT) für die NASA unter den Prämissen "bald umsetzbar" und "erschwinglich" entwickelt hat, heißt es in einem Papier von Henderson und Holderman von der 47. Joint Propulsion Conference, die vor kurzem in San Diego getagt hat. Demnach könnte der Raumtransporter schon im Jahr 2020 einsatzbereit sein.
"Nautilus" soll das erste bemannte Raumfahrzeug werden, das überhaupt nicht mehr landet, schreibt der Weltraumexperte Anatol Johansen für "Welt Online". Astronauten müssen per Rakete in die Erdumlaufbahn zu dem Ferntransporter gebracht werden, der bis zu sechs Crewmitglieder aufnehmen kann. Am Ende einer Mission müssen die Weltraumreisenden wieder in Landefahrzeuge umsteigen.
Schmale, dunkle Strukturen auf der Marsoberfläche sollen Hinweise auf bewegte Flüssigkeit sein. zum Video
Neu ist, schreibt Johansen, dass beim Bau der "Nautilus" zumindest zum Teil auf Schrauben, Stahl und Schweißnähte verzichtet werde. "Wir werden aufblasbare Module benutzen", wird "Nautilus"-Projektleiter Mark Holderman zitiert. Diese sollen den Astronauten mehr Wohnraum bieten als die hartwandigen Labore auf der Internationalen Raumstation ISS.
Nach Informationen von Johansen ist ein im Durchmesser etwa zwölf Meter messendes "Weltraumrad" ein weiteres "Novum der Weltraumgeschichte". Die Zentrifuge kann durch Rotation - sie kreist etwa sechsmal pro Minute - eine künstliche Schwerkraft erzeugen. Die Astronauten sollen auf ihren Fernflügen in der Zentrifuge regelmäßig Gymnastik machen.
So sollen die fatalen Auswirkungen lang anhaltender Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus minimiert oder gar verhindert werden, schreibt Johansen. Darüber hinaus soll die Crew im Weltraumrad auch Gemüse anbauen.
Der Weltraumcruiser ist laut Bericht so ausgelegt, dass er zwei Jahre dauernde Missionen absolvieren kann. Daraus schließt Johansen, dass damit zumindest theoretisch der Mars erreichbar wäre. Derzeit werde die Flugdauer zum Mars mit etwa neun Monaten angegeben. Gleichzeitig warnt der Weltraumexperte aber, mit einer baldigen Landung von Menschen auf dem Mars zu rechnen.
Die Kosten für die Entwicklung der "Nautilus" taxieren die Entwickler auf 3,75 Milliarden Dollar. Dies entspreche den Kosten von zwei Raumtransporterflügen, so Johansen. Allerdings sei die NASA äußerst knapp bei Kasse.
Das Shuttleprogramm der NASA ist im Juli mit der letzten Landung der Raumfähre Atlantis zu Ende gegangen. Somit könnte sie selbst derzeit gar keine Astronauten zu einem in der Erdumlaufbahn kreisenden Raumschiff bringen. Mehrere private Firmen sind dabei, Weltraumtaxis zu entwickeln - beispielsweise das Unternehmen Blue Origin des Amazon-Gründers Jeff Bezos, dessen Testschiff aber kürzlich erst abgestürzt ist.
Mehrere Kameras liefern einzigartige Aufnahmen von der letzten Space-Shuttle-Reise. zum Video
Auch wenn NASA-Ingenieure die Entwicklungszeit der "Nautilus" mit fünf Jahren angeben - der Programmstart stehe noch aus. Alles in allem bleibe abzuwarten, ob die Nautilus tatsächlich den Sprung vom Computer in die Realität schaffe, lautet Johansens Fazit.
Quelle: t-online.de
Sunny schrieb:
am 5. September 2011 um 21:04:36
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Es nervt.
Immer wieder geil wie die NASA verhöhnt wird, fühlt man sich wahrscheinlich gut bei, weil man als Hartzer kein Geld zugeschoben
kriegt und selbst nicht viel auf die Reihe kriegt.
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isnogud schrieb:
am 5. September 2011 um 21:02:37
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Pläne für den Müll?
Diese "Gedankenspiele" machen Sinn! Idee: "Wir blasen das auf." Kontra: Das kleinste Krümelchen
Asteroiden... macht daraus Mül!
Also überlegen: Machen wir das Pannensicher, wie Reifen oder ist die bisherige Lösung besser? Ein paar Spinner, die die abstrusesten Ideen von Wichtigtuern nach brauchbaren durchsiebt, könnten effektiver sein als manches Forschungsprogramm. Und billiger
Das ist wie Goldgräberei und Lotto.
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betageutze schrieb:
am 5. September 2011 um 20:56:10
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mars macht mobil
die stümper von der nasa sind wohl klamm. vielleicht sollte sie man mit einer schleuder in die umlaufbahn schiessen, damit
sie auf erden nicht mehr solch einen unsinn verlautbaren können.
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