19.03.2010, 08:20 Uhr | dpa, AFP
Nahost: Israelis und Palästinenser setzen weiter auf kriegerische Auseinandersetzung (Foto: AP)
Nach einem Anschlag palästinensischer Extremisten auf einen Kibbuz nördlich von Gaza hat die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Freitag einen Gegenangriff gestartet. Die Luftwaffe schoss mehrere Raketen auf Ziele in Gaza.
Getroffen wurden nach israelischen Angaben unter anderem Schmugglertunnel unter der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten, eine Waffenwerkstatt und ein Tunnel, den Militante zur Infiltration Israels gegraben hatten.
Wenige Stunden zuvor hatte das Nahost-Quartett noch erklärt, an neuen Friedensbemühungen festhalten zu wollen. Vertreter der USA, Russlands, der UNO und der EU setzen sich für eine Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Verhandlungen ein, die einer Zwei-Staaten-Lösung den Weg ebnen sollen. Es sei "nichts passiert", was das diesbezügliche Engagement der Verhandlungspartner verändert haben könnte, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton.
Israel und die USA waren über die israelischen Siedlungsaktivitäten in Streit geraten. Washington hatte es als Affront empfunden, dass Israel ausgerechnet während eines Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden in der vergangenen Woche den Bau von 1600 neuen Wohnungen im annektierten Ostteil Jerusalems ankündigte. Die USA hatten eine "formale Antwort" Israels auf ihre Kritik gefordert. Am Donnerstag schließlich rief Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Clinton an. Bei dem Telefongespräch hätten sich beide Politiker auf konkrete vertrauensbildende Maßnahmen geeinigt, erklärten US-Außenamtssprecher Philip Crowley und Netanjahus Büro. Die USA würden nun die Aussagen Netanjahus prüfen, sagte Crowley in Moskau.
Die Friedensbemühungen im Nahen Osten und der Besuch von EU-Außenministerin Catherine Ashton waren am Donnerstag von zwei palästinensischen Raketenangriffen überschattet worden. Durch ein vom Gazastreifen aus abgefeuertes Geschoss wurde ein Mensch getötet, wenige Stunden später wurde eine zweite Rakete in Richtung Israel abgefeuert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Angriffe scharf. Derartige "Terrorakte und Gewalt" gegen Zivilisten seien "vollkommen inakzeptabel", erklärte Bans Büro.
Israels Luftwaffe beschoss als Reaktion darauf am Freitag mehrere Ziele im Gazastreifen, darunter Schmugglertunnel entlang der Grenze zu Ägypten, einen Betrieb sowie zwei offene Felder in dem Palästinensergebiet. Angaben von palästinensischen Sicherheitskräften und Augenzeugen zufolge wurden zwei Menschen leicht verletzt. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.
dpa, AFP
e.m.aue schrieb:
am 19. März 2010 um 15:14:04
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israel
ich veurteile das geballer mit raketen, muss aber mal die israelis an ihre vergangenheit erinnern und fordere das land der
palästinenser nicht anzutasten. wenn israel so weitermacht, dann kann man nicht erkennen, dass sie an einem frieden interessiert sind. sie haben nur glück, dass die arabische seite zu blöd und uneinig ist um sich geschlossen zu wehren. das sollte nie herausgefordert werden.
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knut schrieb:
am 19. März 2010 um 14:57:12
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@laie
wenn man es aus sicht israels sieht, verteitigen sie sich gegen angriffe, es ist ein zweischneidiges schwert, in dieser angelegenheit
haben beide seite verbrechen begangen (und das über jahrzente), die schuld israels allein zuzuschieben ist nicht die lösung. ich persönlich lebte 3 jahre in israel (beruflich) und muss sagen das es nicht angenehm ist, wenn du morgens in der zeitung liest das an orten an denen du 3 mal die woche bist bomben explodiert sind.
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Laie schrieb:
am 19. März 2010 um 13:54:39
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Israel
Wann endlich wird Israel international für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen bzw. die 1000 UNO-Resolutionen umgesetzt.
Die
Welt lässt sich von menschenverachteten Politikern Israels seit 1967 an der Nase herumführen.
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