15.09.2010, 18:34 Uhr
Israelische Soldaten bewachen eine Grenzregion zum Gazastreifen. (Foto: Reuters)
Ein israelischer Luftangriff im Gazastreifen hat am Mittwoch die Nahost-Friedensgespräche überschattet. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der radikalislamischen Hamas ein Palästinenser getötet und vier verletzt. Es handelte sich offenbar um einen Vergeltungsschlag nach vermehrten Angriffen militanter Palästinenser gegen Israel.
Extremisten im Gazastreifen hatten bereits zuvor angekündigt, die Friedensverhandlungen mit Gewalt stören zu wollen. Die israelischen Streitkräfte bestätigten den Luftangriff zunächst nicht. Sie erklärten jedoch, bis zum Mittwochnachmittag seien aus dem Gazastreifen bereits eine Rakete und acht Granaten auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Das war die höchste Zahl von Angriffen an einem Tag seit März 2009.
Ungeachtet der neuen Gewaltwelle gingen der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas laut US-Außenministerin Hillary Clinton "die Kernthemen an". Sie sei überzeugt, dass beide Seiten ernsthaft an einer Einigung interessiert seien, "die dazu führt, dass zwei Staaten Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben können".
Die berechtigten Wünsche beider Seiten seien nicht inkompatibel. "Wir sind auch überzeugt, dass der Frieden sowohl notwendig als auch möglich ist und dass dies ein Moment der Gelegenheit ist, den wir nutzen sollten", sagte Clinton.
Netanjahu und Abbas waren am Vortag zweimal im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich im Beisein von Clinton zusammengekommen. Größter Streitpunkt der Verhandlungen ist die Frage des jüdischen Siedlungsbaus im Westjordanland. Die Palästinenserführung beharrt weiterhin darauf, dass Israel seinen Baustopp aufrecht erhält. Palästinenserpräsident Abbas drohte sogar mit einem Abbruch der gerade erst begonnenen Verhandlungen. Israels Ministerpräsident Netanjahu will jedoch das Ende September auslaufende Moratorium nicht verlängern.
Israel hatte das Siedlungs-Moratorium Ende November auf Druck der USA verhängt. Es gilt nicht für die rund 2000 zu dem Zeitpunkt bereits genehmigten oder im Bau befindlichen Wohnungen und Häuser, und auch nicht für Ost-Jerusalem. Neben der Siedlungsfrage sind die Sicherheit Israels, die Grenzen eines künftigen Palästinenserstaates, das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge und der künftige Status von Jerusalem Kernthemen der Verhandlungen.
Quelle: dpa , AFP
Emil schrieb:
am 15. September 2010 um 17:59:43
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Israel
Hat wirklich jemand geglaubt, Israel würde einem Siedlungsbaustop
zustimmen?
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Krakler schrieb:
am 15. September 2010 um 16:38:16
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Jüdische Lobby in den USA
zu Peter und Jens
Ein EU-Beamter bekam vor Kurzem Probleme mit dem " Zentralrat der Juden " weil er mit
Recht auf die starke
"Jüdische Lobby " in den USA verwiesen hatte . Es ging um das Verhalten Israels in Palästina .
Ja - der "Zentralrat " die unglaubhafteste Organisation in der BRD für die wir auch noch zahlen d ü r f e n .
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Peter schrieb:
am 15. September 2010 um 14:37:48
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Nahost Konflikt Clinton vermittelt
Das ist die witzigste Meldung dieser Woche. Hillary Clinton als Vermittlerin im Nahost- Konflikt.
Das
klingt genauso, als wenn in Glaubensstreitigkeiten zwischen Katholiken und Atheisten der Papst vermittelt.
Hillary Clinton ist Chef- Lobbyistin in der A.I.P.A.C., der wirtschaftlich und politisch stärksten Lobby in den USA(...dort geben sich alle US- Olitiker mit Rang und Namen die Klinke in die Hand..ihre Tochter heiratete wunschgemäß natürlich nach jüdischem Ritus...etc.
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