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Nahost-Konflikt: Gewalt in Gaza gefährdet Friedensgespräche

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Neue Gewalt in Gaza gefährdet Friedensgespräche

16.09.2010, 10:52 Uhr

Nahost-Konflikt: Neue Gewalt im Gazastreifen belastet die gerade erst begonnenen Nahost-Friedensgespräche. (Foto: Reuters)

Neue Gewalt im Gazastreifen belastet die gerade erst begonnenen Nahost-Friedensgespräche. (Foto: Reuters)

Ein erneutes Aufflammen von Gewalt am Gazastreifen überschattet die Nahost-Friedensgespräche zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, die in der kommenden Woche fortgesetzt werden sollen. Die USA wollen ein drohendes Scheitern der Verhandlungen offenbar mit einem Kompromissvorschlag verhindern.

In der Nacht zum Donnerstag griffen israelische Kampfjets erneut Ziele im Gazastreifen an. Damit habe man auf Angriffe militanter Palästinenser am Vortag reagiert, wobei Granaten und Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden waren, sagte eine Militärsprecherin. Es seien Waffenlager im Norden und Süden des Palästinensergebiets beschossen worden. Berichte zu Verletzten gab es nicht, Augenzeugen berichteten jedoch von schweren Explosionen.

Zuvor hatte es bereits eine Reihe von gewaltsamen Unruhen am Gazastreifen gegeben. Am Dienstagabend waren bei israelischem Artilleriebeschuss zwei Palästinenser verletzt worden, einer davon lebensgefährlich. Die israelische Armee teilte mit, eine Gruppe militanter Palästinenser habe zuvor eine Panzerabwehrrakete auf israelische Soldaten geschossen. Am Sonntag waren im nördlichen Gazastreifen drei Palästinenser durch israelischen Artilleriebeschuss getötet worden. Militante Kämpfer hatten zuvor Mörsergranaten in die israelische Negev-Wüste gefeuert.

USA wollen Friedensgespräche retten

Derweil gibt es Berichte darüber, dass die US-Regierung die Nahost-Friedensgespräche mit einem Kompromissvorschlag vor dem Scheitern bewahren will. Dieser sieht nach einem Bericht der arabischen Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" vor, dass Israel sein Ende September ablaufendes Moratorium für den Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland um drei Monate verlängert. In dieser Zeit sollen sich Netanjahu und Abbas über die künftigen Grenzen zwischen Israel und einem Staat für die Palästinenser einigen. Den Angaben zufolge stimmte Abbas dem Vorschlag zu, Netanjahu aber nicht.

Der Streit um den israelischen Siedlungsbau ist ein Kernthema der Verhandlungen. Abbas hat damit gedroht, die von den USA vermittelten direkten Friedensgespräche platzen zu lassen, falls Israel sein Moratorium für den Siedlungsbau, das am 26. September endet, nicht verlängern sollte. Der US-Nahostgesandte George Mitchell hatte am Mittwoch nach einer weiteren Gesprächsrunde mit Abbas und Netanjahu erklärt, die beiden Verhandlungsführer hätten sowohl über die Frage der Grenzen als auch über den "Austausch von Gebieten" gesprochen.

Westerwelle spricht sich für Siedlungsstopp aus

US-Außenministerin Hillary Clinton appellierte an Israel und Palästinenser, den Glauben an den Friedensprozess trotz aller Schwierigkeiten nicht zu verlieren. Sie verstehe die weit verbreitete Skepsis, die Zweifel sowie die Enttäuschungen angesichts der vielen gescheiterten Bemühungen und des fortwährenden Konflikts, sagte Clinton. Israels Zukunft als ein sicherer, demokratischer und jüdischer Staat könne nur durch eine Zwei-Staaten-Lösung sowie einen umfassenden Frieden in der Region gesichert werden.

Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte Israel dazu auf, auf den weiteren Siedlungsbau im Westjordanland zu verzichten. Es müsse alles unterlassen werden, die angelaufenen Friedensgespräche zu gefährden, sagte der Vizekanzler am Mittwoch in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Dazu gehöre auch das Festhalten am Einfrieren der Siedlungsprojekte in den Palästinensergebieten.


Quelle: AFP , dapd , dpa

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Kommentare (17)

zum Forum

Thema: "Nahost-Konflikt: Gewalt in Gaza gefährdet Friedensgespräche"

Überleger schrieb: am 16. September 2010 um 18:06:40
(0) (1) @ Sven - Israel
Villeicht habe ich 1950 in der SCHULE geschlafen als 2 Jahre zuvor der Staat Israel gegründet wurde. Die vom Völkerbund
zugewiesene Fläche ,war nur ein Bruchteil der heutigen Grösse. Der Rest wurde durch Überfälle okupiert. Israel träumt,wie einst Deutschland vom Großem Reich. So zumindest die jüdischen Berater Hitlers. Nachschlagen STERN , Israels " Landgewinnung" 1948 AUFWÄRTS:
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Hans Müller schrieb: am 16. September 2010 um 17:48:29
(0) (1) 1968?
Hallo Überleger. Es währe besser die Israelis ziehen sich in die Grenzen vor 1949 zurück, dann ist in Palestina auch Frieden ;-)

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eine Stimme schrieb: am 16. September 2010 um 16:41:38
(1) (0) @Rentner
Ach ja die Israelis wollen keinen Frieden. Wer hat denn wohl bei den letzten Verhandlungen "Kompromissbereitschaft" gezeigt, die
Palis, weil sie vielleicht 95 % der Forderungen, die sie an Israel gestellt haben, bakammen und doch alle 100 % haben wollten, wobei Israel wirklich über ihre eigene Schmerzensgrenze ging!
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