18.02.2012, 13:14 Uhr
Die Piraten denken darüber nach, die Präsidentenwahl als Bühne für sich zu nutzen. Dank ihres Einzugs in das Berliner Abgeordnetenhaus entsendet die Partei zwei Vertreter in die 1240 Mitglieder zählende Bundesversammlung. Parteichef Sebastian Nerz sagte der "Bild am Sonntag", die Piraten seien offen für Vorschläge der anderen Parteien. "Aber wir können uns auch vorstellen, einen eigenen Kandidaten zu nominieren."
Nerz kritisierte das zurückgetretene Staatsoberhaupt als uneinsichtig: "Der Rücktritt von Bundespräsident Wulff war längst überfällig." Seine Erklärung habe aber leider gezeigt, dass er nichts verstanden hat: "Er hat keine Reue gezeigt, sondern nur eine beleidigte Trotzreaktion. Das war menschlich enttäuschend."
Im Internet schlagen Anhänger der Partei den Kabarettisten Georg Schramm oder den früheren Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, vor. In einem anderen Eintrag heißt es: "Wir wissen selbst, dass ein Vorschlag von uns nur einen einzigen Effekt hat: Die vorgeschlagene Person erhält kurzzeitiges, mediales Interesse." Dieser Piraten-Anhänger nennt den Gründer der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner. Werner wirbt für ein bedingungsloses Grundeinkommen, das auch ein Ziel der Piraten ist.
Parteigeschäftsführerin Marina Weisband äußerte sich in der "tageszeitung" zurückhaltend zu einem eigenen Kandidaten. Mit Blick auf die im Netz kursierenden Vorschläge sagte sie, es sei "offen, wie ernst sie gemeint sind".
Unterdessen hat die ehemalige Führungsspitze der Piratenpartei einen eigenen Flügel aus 42 Mitgliedern gegründet. Dieser solle ergänzen, was in "der breiten Aufstellung unterzugehen droht", erklärt der einstige Bundesvorsitzende Jens Seipenbusch dem Nachrichtenportal "Welt Online" und verwies auf das wachsende Themenspektrum der Partei.
Merkel empfängt im Bundeskanzleramt Vertreter aus Union und FDP, um über mögliche Kandidaten fürs Präsidentenamt zu beraten. zum Video
Die "Gruppe42" bildet eine lose Vereinigung außerhalb der Partei. "Wir wollen, dass sich Piraten schnell und hörbar zu aktuellen Themen wie Facebook äußern können", sagte Seipenbusch. "Der offizielle Meinungsbildungsprozess in der Partei ist dagegen umfangreich und dauert länger." Derzeit darf der Bundesvorstand sich nur dann im Namen der Partei zu politischen Themen äußern, wenn zuvor ein Meinungsbild unter den Mitgliedern erhoben wurde.
Quelle: dapd , AFP
Auswahlhilfe schrieb:
am 25. Februar 2012 um 13:37:23
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@ PP erwägt eigenen Kandidaten
Ich würde Störtebekker vorschlagen.Der ist schon lange tot und kann keinen Schaden mehr anrichten.
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WG schrieb:
am 20. Februar 2012 um 14:14:07
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Piraten
dieser Kindergarten hat ja nicht mal ein konzept über ihre ziele in der politik.
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xicht schrieb:
am 19. Februar 2012 um 22:15:20
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Auch Piraten
dürfen nachdenken...
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