Nachbarplanet mit gewaltigen Stürmen und Wassereis
15.01.2009, 17:38 Uhr
Kap Verde auf dem Mars (Quelle: NASA)
Der Mars ist ein direkter Nachbar der Erde. Er wird auch der Rote Planet genannt, weil die Gesteine auf ihm eisenhaltig sind und deshalb ein Großteil seiner Oberfläche mit rotem Staub bedeckt ist.
Der Mars ist halb so groß wie die Erde und nähert sich ihr bis auf 56 Millionen Kilometer. Da der Marsäquator ähnlich geneigt ist wie der irdische, gibt es auch auf dem Nachbarplaneten Jahreszeiten. Der Mars hat auch Polkappen. Die Temperaturen schwanken etwa zwischen minus 125 und plus 35 Grad Celsius. Es toben gewaltige Stürme mit Geschwindigkeiten bis zu 400 Stundenkilometern auf dem Planeten.
Mehrfach Hinweise auf Wasser entdeckt
Bereits Dutzende von Raumsonden sind in den vergangenen Jahrzehnten zum Mars geschickt worden - viele endeten aber als Fehlschläge. Mehrere erfolgreiche Missionen konnten Wasser nachweisen. Auch die Sonde "Mars Global Surveyor" der NASA fotografierte im Jahr 2000 Rinnen auf der Oberfläche des Roten Planeten, deren Entstehung sich die Forscher nur durch sickerndes Wasser erklären konnten.
Wassereis am Südpol des Mars
Die erste direkte Beobachtung von Wasser in Form von Eis lieferte die US-Sonde "Mars Odyssey" im Jahr 2002: Mit dem Gammastrahlen-Spektrometer entdeckte die Sonde ausgedehnte Wassereisvorkommen am Südpol und später Hinweise auf viel Wassereis im Boden. Ob es aber jemals große Gewässer auf dem Mars gegeben hat, die für die Entstehung von Leben nötig sind, ist umstritten.
Letzte Mission endete 2008
"Phoenix", die bisher letzte Sonde der NASA auf dem Mars, fand 2008 auf der Oberfläche des Planeten fruchtbaren Boden. Ende des Jahres stellte der Späher seine Arbeit ein.