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Nach Unglück in Japan: Umfragewerte der Union brechen ein

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Umfragewerte der Union brechen ein

23.03.2011, 10:34 Uhr

Umfragen: Für die Union geht es bergab (Foto: imago)

Für die Union geht es in aktuellen Umfragen bergab (Foto: imago)

Nach dem Reaktorunglück in Japan und dem Kursschwenk in der deutschen Atompolitik ist die Union in der Wählergunst eingebrochen. Im neuen "Forsa"-Wahltrend fielen CDU/CSU im Vergleich zur Umfrage vom vergangenen Montag um drei Prozentpunkte auf 33 Prozent. Dies ist der schlechteste Unionswert seit Mitte November. Die SPD gab demnach einen Punkt ab und fiel auf 25 Prozent. Großer Gewinner sind die Grünen, die erneut zwei Punkte zulegten und nunmehr 20 Prozent erreichen.

Die Linke verharrt nach bei neun Prozent, die FDP bei fünf Prozent. Für "sonstige Parteien" würden acht Prozent der Wähler stimmen (plus zwei). Kurz vor den wichtigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz liegt das schwarz-gelbe Regierungslager mit zusammen 38 Prozent bundesweit jetzt sieben Punkte hinter einem rot-grünen Bündnis (gemeinsam 45 Prozent).

Union irritiert Stammwähler

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", der Union habe "ganz klar das AKW-Moratorium geschadet". Grund sei, dass knapp drei Viertel (71 Prozent) der Befragten es für reine Wahltaktik hielten, es also als opportunistisch ansähen. Zudem seien die Stammwähler der Union, die ja eher zu den Befürwortern der Kernkraft zählten, über die abrupte Kehrtwende ihrer Partei irritiert. Güllner: "Sie sagen, in Deutschland habe sich doch nichts geändert."

Unter dieser Kehrtwende hat nach einer "Stern"-Umfrage auch das Ansehen der Kanzlerin gelitten. Nur noch jeder Zweite (50 Prozent) schätzt Angela Merkel als glaubwürdig ein - vor anderthalb Jahren waren es noch 68 Prozent gewesen. Ihr Sympathiewert sank um 17 Punkte auf 55 Prozent. Das Vertrauen in ihre Kompetenz fiel um zwölf Punkte auf 72 Prozent, das in ihre Führungsstärke ging um elf Punkte auf 65 Prozent zurück. Vier von fünf Bürgern (79 Prozent) sagen, die Kanzlerin treffe ihre Entscheidungen allzu oft aus rein wahltaktisch Motiven - diese Ansicht teilen sogar zwei Drittel (67 Prozent) der Unions-Wähler.

Steinmeier holt auf Merkel auf

Auch die Zustimmungswerte sackten ab: Nur noch 40 Prozent der Deutschen würden sie derzeit direkt zur Kanzlerin wählen - vier Punkte weniger als in der Vorwoche. Im Vergleich dazu würden sich 31 Prozent für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier entscheiden - ein Plus von einem Prozentpunkt.

Für den Forsa-Wahltrend von "Stern" und RTL wurden 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 14. bis 18. März 2011 befragt.


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Quelle: dapd

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Kommentare (164)

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Thema: "Nach Unglück in Japan: Umfragewerte der Union brechen ein"

fschjg72 schrieb: am 23. März 2011 um 11:10:21
(0) (0) umfragewerte der union brechen ein
ich höre und lese nur über deutsche akws was ist mit den europäischen akws frankreich,belgien, unsw
wir haben ihre akws in unmittelbarer nähe der deutschen grenzen ! eine atomwolke kennt keine grenzen.was sind 2oder 500km für eine radioaktive wolke .leute verfallt nicht in panik .der tod ist manchmal näher als ihr denkt .ein akw aus für ganz europa ist nötig .deutschland ist so und so der saubermann der welt ! die grünen sind die panikmacher in dieser angelegenheit .
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sauerland schrieb: am 23. März 2011 um 11:10:00
(0) (0) Politiknasen
Das haben wir nun davon, dass die Volksvertreter auf Zeit (4 Jahre) laut Verfassung ihre Aufgabe zum Beruf machen. Würden wir
der verfassung folgen und alle 4 Jahre ein "neues" Parlament bekommen, dann hätten die Lobbyisten schlechte Karten und dem Volk würde es mit Sicherheit besser gehen, als bei den Dauerpolitikern die politik für Lobbyisten machen. Schon 18 jahre Kohl zeigten was dieser Kanzler von seinem Eid auf die Verfassung hielt. Macht entlich Schluss damit und geht protest wählen Linke
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Ute schrieb: am 23. März 2011 um 11:09:38
(0) (0) ?
Merkel, Westerwelle weg . ok. Aber auf SPD/grün setzen? Ist schon alles vergessen welche Schweinereien die in ihrer Regierung verbochen
haben? Und die werden es wieder tun.
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