10.10.2011, 15:25 Uhr | Haiko Prengel, dpa
Die Narben werden ihn vielleicht ein Leben lang an diesen Herbstmorgen erinnern: Dem 22-jährigen Opfer wurde bei der erneuten Prügelattacke auf einem Berliner Bahnhof am Samstag regelrecht das Gesicht zertrümmert. Die unbekannten Täter flüchteten, Fahnder sind ihnen aber auf der Spur, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Das Opfer liegt weiterhin in der Klinik.
"Jochbein und Nase sind gebrochen, das Kinn ist angebrochen - er muss noch fünf Tage im Krankenhaus bleiben", sagte der Polizeisprecher. Ein heftiger Streit hatte am frühen Samstagmorgen auf dem Bahnsteig des Bahnhofs zu dem Gewaltexzess geführt. Ob Alkohol im Spiel war, ist unklar.
Videoaufnahmen von der Tat gibt es nicht, weil auf dem Bahnhof keine Kameras montiert sind. Zeugen der Tat gaben aber neue Hinweise zu den beiden gesuchten Männern. Die Fahnder seien "sehr zuversichtlich", die flüchtigen Täter dingfest machen zu können, sagte der Polizeisprecher.
Wiederholt hatten in den letzten Monaten schwere Überfälle in Berliner U- und S-Bahnhöfen bundesweit Entsetzen ausgelöst. Erst am Freitag war unter großer Anteilnahme das 23 Jahre alte Opfer einer tödlichen Hetzjagd beigesetzt worden. Guiseppe M. war am 17. September im U-Bahnhof Kaiserdamm von jungen Männern angegriffen worden. Auf der Flucht rannte er vor ein Auto und kam dabei ums Leben.
Kurz nach der Attacke in Schöneweide wurde am Samstag in Schöneberg eine junge Frau in einer U-Bahn während der Fahrt brutal ausgeraubt. Die 18-Jährige hatte mit geschlossenen Augen Musik über die Kopfhörer ihres Handys gehört. Plötzlich hielt ihr ein Mann mit aller Gewalt den Mund zu, so dass sie nicht um Hilfe rufen konnte. Ein Komplize packte ihre Beine und hielt sie fest. Dann schnappten sich die Männer das Handy der wehrlosen Frau, schlugen ihr ins Gesicht und flüchteten.
Die neuen Gewaltexzesse im Berliner Nahverkehr werden wohl auch Thema bei den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU sein, die an diesem Mittwoch beginnen. "Wir werden auch über Personal und Ausstattung bei der Polizei reden müssen", sagte der CDU-Vorsitzende Frank Henkel der "Bild am Sonntag". Man könne die öffentlichen gewalttätigen Überfälle nicht hinnehmen. "Das Thema innere Sicherheit in Berlin ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Regierungsarbeit", kündigte Henkel an, der als künftiger Berliner Innensenator gehandelt wird.
Nach Ansicht von Experten lassen sich Gewaltexzesse allein mit mehr Polizeipräsenz und Überwachungskameras aber nicht bekämpfen. Kameras würden "im Moment der Tat nicht registriert", hatte der Psychiater und Gerichtsgutachter Karl Kreutzberg vor einiger Zeit in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" gesagt.
Quelle: dpa
Miba schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:32:57
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Klar doch he
Siehe fall brunner und der rentner, der fast totgepruegelt wurde. Du kochst nur auf kosten der opfer dein parteipolitisches
sueppchen und das ist widerlich,oder du hast einfach keine ahnung.
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Chrissy schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:32:09
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Schläger
Solange zu Gefängnis verurteile Schläger auf freien Fuß bleiben und in aller Ruhe ihren Schulabschluß machen dürfen, wird
sich daran nie etwas ändern.
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Schnelli schrieb:
am 9. Oktober 2011 um 19:31:06
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Dagobert
Gott erhalte dir deine Naivität!Oder soll man sagen;Dummheit?
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