Nach Bohrpanne

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Wasser in Wiesbaden sprudelt weiter

Erschienen am 07. November 2009
Am Freitag sprudelte das Wasser vor dem hessischen Finanzministerium aus einem Loch - noch immer sind nicht alle Quellen abgedichtet (Foto: dpa)
Am Freitag sprudelte das Wasser vor dem hessischen Finanzministerium aus einem Loch - noch immer sind nicht alle Quellen abgedichtet (Foto: dpa) Vergrößern
Auch fast zwei Tage nach der Bohrpanne strömt am hessischen Finanzministerium in Wiesbaden weiterhin Wasser aus der Erde. Am Samstagmorgen versuchten Fachleute, das wieder geöffnete Loch in größerer Tiefe mit Beton zu schließen. Damit soll nach Angaben eines Ministeriumssprechers verhindert werden, dass sich das Wasser durch Nebenkanäle seinen Weg an die Oberfläche bahnt.

"Ein weiterer Versuch, das Bohrloch mit Schwerbeton zu verschließen, ist heute morgen fehlgeschlagen", sagte Stadtsprecher Siggi Schneider. Die Strömung aus dem Loch sei so stark, dass der Beton wieder nach oben gespült worden sei.

Wasser wird in Reservoir geleitet

Nach Angaben der Stadt waren 40 Feuerwehrleute damit beschäftigt, das austretende Wasser in ein extra eingerichtetes 50 mal 20 Meter großes Reservoir zu leiten: "Zum einen wird so die Fließgeschwindigkeit des Wassers gebremst. Außerdem fängt sich dort der Zementschlamm, den das Wasser mitbringt. Der würde sonst unsere Kläranlage schädigen", sagte Schneider.

Wasserader bei Bohrung getroffen

Bei einer Erdwärme-Bohrung hatten Bauarbeiter am Donnerstag versehentlich in 130 Metern Tiefe eine unter Druck stehende Wasserader getroffen. Damit verursachten sie eine große Überschwemmung.

Loch sollte neu abgedichtet werden

Zeitweilig schossen meterhohe Wasserfontänen aus dem Boden. Der Schlamm ergoss sich über den Parkplatz des Ministeriums und über eine Hauptstraße in der Innenstadt. Fachleuten war es in der Nacht zum Freitag zunächst gelungen, das Hauptbohrloch oberflächlich mit Beton zu füllen. Später bohrten sie das Loch aber wieder auf, um es in der wasserführenden Schicht in 130 Metern Tiefe abzudichten.

27 heiße Quellen

Die Erdwärmebohrung stand in Zusammenhang mit einem geplanten Anbau für das hessische Finanzministerium. Wiesbaden verfügt über insgesamt 27 heiße und ungezählte kalte Quellen. Der Quellenreichtum wird durch die Lage am Rande des Taunus begünstigt. Einige Quellen sprudeln bereits seit der Steinzeit am gleichen Ort.


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Quelle: dpa, AP
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Reuters-Video

Bei Bohrungen trafen Bauarbeiter eine unterirdische Wasserblase.
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