18.08.2011, 18:17 Uhr
Israelische Soldaten sind nach den tödlichen Anschlägen in Eilat in höchster Alarmbereitschaft (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
Nach einer Anschlagsserie in Israel mit mindestens sieben Toten hat die Luftwaffe Ziele im Süden Gazas bombardiert. Das bestätigten Militärsprecher in Jerusalem. Bei den Angriffen wurden nach Angaben militanter Palästinenser fünf Menschen getötet.
Die israelische Regierung erklärte bereits kurz nach der Anschlagsserie, die Angreifer kämen aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen und seien über die Halbinsel Sinai nach Israel eingedrungen. Es habe sich um eine "Terrormannschaft" gehandelt, sagte eine Militärsprecherin. Im Süden des Landes sind einem Bericht des israelischen Fernsehens zufolge noch immer Terroristen aktiv. Nördlich des Badeortes Eilat habe es eine weitere Schießerei gegeben, sagte ein Reporter.
Nach Angaben der israelischen Behörden griffen die bewaffneten Täter am Nachmittag einen Bus und ein Militärfahrzeug an. Bei den Toten handelte es sich dem Armeerundfunk zufolge um zwei Frauen und fünf Männer, rund 30 Menschen wurden verletzt. Darunter seien sechs Zivilisten und ein Mitglied der Sicherheitskräfte.
Der erste Angriff galt einem Linienbus, der in der Nähe des israelischen Postens Netafim an der ägyptischen Grenze mit Schnellfeuerwaffen beschossen wurde. Unter den Passagieren waren viele Soldaten, die zum nahe gelegenen Badeort Eilat am Roten Meer unterwegs waren. Neun Insassen wurden verletzt.
Eine halbe Stunde später wurde ein zu Hilfe gekommenes Militärfahrzeug mit einer ferngesteuerten Bombe attackiert. Armee und Polizei hätten mit Unterstützung von zwei Hubschraubern die Verfolgung der Angreifer aufgenommen und diese schließlich gestellt, berichtete der Armeerundfunk. Beim anschließenden Schusswechsel zwischen den Bewaffneten und einer Sondereinheit der Polizei habe es weitere Tote gegeben. Der blutigste Anschlag ereignete sich etwa eine Stunde nach dem ersten, als ein privates Fahrzeug bei Beer Ora, 15 Kilometer nördlich von Eilat in der Grenzregion zu Jordanien, von einer panzerbrechenden Rakete getroffen wurde. Dabei wurden fünf Israelis getötet.
Nach den Anschlägen hätten Soldaten die Angreifer in ein Feuergefecht verwickelt, sagte ein Militärsprecher. Nach Angaben israelischer Fernsehsender wurden dabei sieben Angreifer getötet. Die Truppen bestätigten den Tod mehrerer Angreifer, nannten aber keine Zahl.
Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak machte palästinensische Drahtzieher für die Angriffe verantwortlich. "Der Ursprung des Terroranschlags ist Gaza, und wir werden dagegen mit all unserer Kraft und Entschlossenheit vorgehen", erklärte Barak. Die Angreifer stammten sicher aus dem Gazastreifen, dies ergebe sich aus Geheimdiensterkenntnissen.
Zudem gab er Ägypten eine Mitschuld: Es handele sich um einen "ernsten, koordinierten Terrorangriff", der von dem Kontrollverlust der ägyptischen Sicherheitskräfte über die Sinai-Halbinsel und der Ausbreitung des Terrorismus in dieser Region zeuge, erklärte der Minister.
Die Angreifer kamen nach offiziellen Angaben nicht von der Sinai-Halbinsel. Der Gouverneur der Provinz Süd-Sinai, Chalid Foda, sagte, es seien keine Extremisten über die Grenze von Ägypten nach Israel eingesickert. Es habe auch niemand von ägyptischem Boden aus auf Menschen in Israel gefeuert.
Ein anderer Spitzenbeamter, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen wollte, hielt den Kommentar des Gouverneurs jedoch für voreilig. Er sagte, in den vergangenen Wochen hätten die Sicherheitskräfte im Norden der Halbinsel ihre Operationen gegen militante Islamisten verstärkt. Es sei daher durchaus denkbar, dass einige von ihnen gen Süden geflohen und durch den Grenzzaun nach Israel gelangt seien.
Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas-Organisation wies den Vorwurf einer Beteiligung an den Anschlägen zurück. "Ich glaube nicht, dass Hamas hinter den Angriffen steht", sagte das führende Hamas-Mitglied Ahmed Jussef. "Aber wir preisen die Attentäter, denn sie haben israelische Soldaten angegriffen", fügte Jussef hinzu. Israel greife den Gazastreifen "täglich" an.
Quelle: dpa , AFP
klaus schrieb:
am 18. August 2011 um 21:21:09
(21)
(7)
israel
schade, dass wieder blind auf den gaza- streifen gebombt wurde, lieber sollte man sich die hamas- führer entsprechend vornehmen.
früher konnte der mossad so etwas
mehr
Kommentar melden
Harry schrieb:
am 18. August 2011 um 21:07:28
(42)
(16)
Die angemessene
Antwort Israels hat ja zum Glück nicht lange auf sich warten lassen.
Wo wäre Israel heute, wenn sie gutmenschliche
Appeasement-Politik mit Lichterketten etc. betrieben hätte… wahrscheinlich dem Erdboden gleichgemacht.
mehr
Kommentar melden
Karsten schrieb:
am 18. August 2011 um 20:55:13
(46)
(13)
Die angemessene
Antwort Israels hat ja zum Glück nicht lange auf sich warten lassen.
Wo wäre Israel heute, wenn sie gutmenschliche
Appeasement-Politik mit Lichterketten etc. betrieben hätte… wahrscheinlich dem Erdboden gleichgemacht.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Entdecken Sie jetzt die modischen Hosen der Saison – in exzellenter Passform! von AtelierGS