28.07.2008, 08:15 Uhr
Der 24 Jahre alte Mann steht in Essen-Kray vor seiner Unterkunft. (Quelle: ddp)Ein psychisch kranker Mann soll von seiner Familie in Essen jahrelang in einem Gartenstall und später im Keller eines kleinen Zechenhauses eingesperrt worden sein. Der heute 24-Jährige habe dort unter menschenunwürdigen Bedingungen gehaust, seine Notdurft im Garten verrichten und sich im Regen waschen müssen, sagten Zeugen in einem Verfahren vor dem Essener Landgericht aus, über das die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" berichtete.
Die Essener Oberstaatsanwältin Angelika Matthiesen sagte, sie habe ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Denkbar seien strafrechtliche Vorwürfe gegen die Mutter, aber auch Versäumnisse der Behörden, weil der junge Mann zeitweise unter amtlicher Betreuung stand. Der 24-Jährige sei jetzt mit einem Unterbringungsbeschluss aus der Familie herausgeholt und in ein Krankenhaus gebracht worden.
Quelle: AFP , dpa
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