19.04.2011, 17:51 Uhr
Der mutmaßliche Mörder von Dennis sollte offenbar kurz vor seiner Festnahme einen neunjährigen Jungen aus der Pädophilenszene erhalten. Das berichtet das Magazin "Stern".
Dem Bericht zufolge wurde der 40-jährige Martin N., der mindestens drei Kinder umgebracht haben soll, in den vergangenen Wochen rund um die Uhr observiert. Als die Polizei über mitgehörte Telefonate von der bevorstehenden Zuführung des Neunjährigen aus Berlin erfahren habe, sei der Mann festgenommen worden.
Polizei und Staatsanwaltschaft wollten den Sachverhalt weder bestätigen noch dementieren und verwiesen auf "Ermittlungsdetails". "Es gibt derzeit immens viele solcher Details und wir wollen die laufenden Ermittlungen nicht gefährden", sagte Anke Rieken, Sprecherin der Soko "Dennis".
Der in Hamburg lebende 40-Jährige hatte nach seiner Festnahme gestanden, zwischen 1992 und 2001 drei kleine Jungen umgebracht zu haben. Einer von ihnen ist der neunjährige Dennis, der 2001 aus einem Schullandheim in Cuxhaven verschwunden war. Der Verdächtige gab auch zu, im März 1992 den 13-jährigen Stefan J. und im Juli 1995 den achtjährigen Dennis R. getötet zu haben. Außerdem soll der als "Maskenmann" bekannte Täter mindestens 40 Kinder sexuell missbraucht haben.
Die Ermittler prüfen, ob neben den drei gestandenen Taten auch zwei Kindermorde aus den Niederlanden und Frankreich auf das Konto von Martin N. gehen könnten. Nach Angaben der Soko "Dennis" ergab ein DNA-Abgleich allerdings bei keinem der fünf überprüften Fälle eine "sichere Täterspur". Das bedeute aber nicht, dass Martin N. nicht als Täter infrage kommt. Das Vorgehen ähnelte sich bei allen Taten. Derzeit erstellt die Polizei ein Bewegungsprofil des Verdächtigen.
Die Polizei prüft zudem einen Zusammenhang zu dem Mord an Tobias vor über zehn Jahren. Die DNA-Spuren würden routinemäßig abgeglichen, bestätigte ein Sprecher der Polizei einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Es lägen aber noch keine Ermittlungsergebnisse vor. Der elfjährige Schüler Tobias war im Oktober 2000 mit zahlreichen Messerstichen an einem Teich in Weil im Schönbuch aufgefunden worden.
Sein Mörder wurde bislang nicht gefunden. An der Kleidung des Kindes wurden damals zwei fremde DNA-Spuren sichergestellt. Doch auch eine der größten DNA-Analysen im Land, bei der 13.000 Menschen überprüft wurden, lieferte den Ermittlern keine Hinweise. Immer wieder wurden Verdächtige überprüft, die einen Bezug zu dem Opfer oder dem Tatort hatten. Ein 16-Jähriger wurde festgenommen, nach vier Wochen jedoch wieder freigelassen. Seitdem gab es keinen Tatverdächtigen mehr. Auch Plakataktionen oder Aufrufe im Fernsehen führten zu keinem Erfolg. Die einst bis zu 60 Mann starke Soko "Weiher" wurde schließlich aufgelöst.
Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" ermittelt die Soko "Dennis" auch in einer betreuten Wohneinrichtung in Hamburg. Der Pädagoge, jahrelang in der Jugendarbeit tätig, soll dort von 2000 bis 2008 gearbeitet haben. Die Beziehungen zu seinen Schützlingen seien sehr eng gewesen: Die Jugendlichen sollen unter anderem in seiner Wohnung übernachtet und ihn in den Urlaub begleitet haben. Die Hamburger Polizei wollte sich dazu nicht äußern.
Nach einem "Spiegel"-Bericht hatten frühere Nachbarn des Pädagogen zudem angegeben, dass er Ende der 90er Jahre mehrmals Pflegekinder in seiner Wohnung aufgenommen hatte. Sowohl die Bremer Sozialbehörde als auch die Verdener Ermittler wollten dazu keine Angaben machen. "Wir prüfen das", sagte Rieken.
Seit dem Mord an Dennis aus Osterholz-Scharmbeck im September 2001 ist die Polizei dem Serientäter auf der Spur. 2007 hatte sie mehr als 1000 aktenkundige Sexualstraftäter aus Norddeutschland befragt, darunter war auch der Mann. Damals fiel er aber nicht auf. Die Aussage eines früheren Missbrauchsopfers brachte schließlich den entscheidenden Hinweis.
Seit Donnerstagabend sitzt der Verdächtige in Niedersachsen in Untersuchungshaft. Ihm wurde nach Angaben eines Sprechers der Stader Staatsanwaltschaft ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt. Die Behörde will in den nächsten drei bis vier Monaten Anklage gegen den 40-Jährigen erheben.
Quelle: dpa , dapd
Barbarella schrieb:
am 19. April 2011 um 12:34:16
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zugeführt!!!!!!!!
Ich könnte Schreikrämpfe bekommen, wenn ich solche Formulierungen lese. Weg mit den Strolchen. Und Ihr lieben
Resozialisierer, versucht Euch doch bitte einmal in die Lage dieser Kinder zu versetzen.
Ihr seid so edel und gut, dass Ihr das anscheinend nicht könnt. Was man hier so lesen kann, käßt einen aus der Haut fahren und am normalen Menschenverstand zweifeln. Allein der Schmerz des Kindes, der Schmerz der Hinterbliebenen bei der Vorstellung was die Kinder erlebt haben. Einfach nur grausam.
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Weg Damit schrieb:
am 19. April 2011 um 12:34:11
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Mannschaftszelle
Ab in die Mannschaftszelle! Am besten noch mit einem Schild um den hals was er getan hat. Da entledigt man sich dem Problem
ohne lange Verwahrungszeit!
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Pauline schrieb:
am 19. April 2011 um 12:33:20
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...
Ich finde, dass alle Gutachter die solche Perversen für geheilt erklären und Jugendamtsmitarbeiter die nicht einschreiten (wie in der
Vergangenheit zu oft geschehen) sich für Schäden die an Personen durch ihre Nachlässigkeit entstehen mindestens so zu verantworten haben sollten wie der Täter selbst, aber das Mindeste wäre dann ein Berufsverbot!
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