22.11.2010, 13:24 Uhr
Die Jugendkammer des Münchner Landgerichts verurteilte drei Schüler aus der Schweiz zu harten Strafen (Foto: dpa)
Drei Schüler aus der Schweiz sind eineinhalb Jahre nach einem Gewaltexzess in München zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Jugendkammer des Landgerichts verhängte für zwei der Angeklagten erhebliche Jugendstrafen.
Der Hauptangeklagte Mike B. erhielt wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung eine Haftstrafe von sieben Jahren. Benjamin D. muss für vier Jahre und zehn Monate hinter Gitter. Der dritte Angeklagte, Ivan Z., bekam wegen gefährlicher Körperverletzung eine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.
Die drei Schüler hatten Ende Juni 2009 bei einer Klassenfahrt in einem Park gefeiert - und anschließend binnen weniger Minuten fünf Passanten überfallen. Zuerst schlugen die damals 16-Jährigen drei Männer in dem Park zusammen, verletzten dann einen Geschäftsmann schwer und verprügelten am Ende noch einen Studenten.
Die Staatsanwaltschaft hatte für Mike neun Jahre, für Benjamin sieben und für Ivan sechs Jahre verlangt. Die Verteidiger plädierten hingegen für sehr viel niedrigere Strafen.
Die drei hatten sich im Laufe des Prozesses entschuldigt und mit vier ihrer fünf Opfer Geldzahlungen zur Entschädigung vereinbart. Die Jugendkammer hatte zum Schutz der bei der Tat Minderjährigen hinter verschlossenen Türen verhandelt.
Quelle: dpa
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