
20.10.2011, 21:48 Uhr
Blutüberströmter Mann soll Libyens Ex-Diktator sein.
Der ehemalige libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi ist offenbar noch lebend in die Hand der Aufständischen gefallen. In einem von Al-Arabija und CNN ausgestrahlten Video soll Gaddafi zu sehen sein, wie er von den Rebellen umringt wird. Er scheint noch auf eigenen Beinen zu stehen und zu wanken. Sein Hemd ist blutgetränkt. Er scheint zu sprechen und seine rechte Hand zu bewegen.
Auf späteren Bildern ist der tote Gaddafi zu sehen. Ein Arzt im Krankenhaus von Misrata bestätigte nach einer Untersuchung, Gaddafi sei am Kopf und am Bauch von Schüssen getroffen worden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte eine Untersuchung der Todesumstände.
Ein Kämpfer der Rebellen berichtete, Gaddafi habe sich zunächst versteckt und bei seiner Entdeckung gerufen "Nicht schießen, nicht schießen". Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Angeblich trug er eine khakifarbene Uniform und hatte einen Turban auf dem Kopf. Seinen goldenen Revolver trug er offenbar bis zum Ende bei sich - dann nahmen die Milizen ihm seine Waffe als Kriegstrophäe ab. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Kämpfer eine goldene Pistole in die Luft reckten und den Tod des ehemaligen Diktators feierten.
Zuvor hatte auch Informationsminister Mahmud Shamman bestätigt, dass Gaddafi bei den Kämpfen in seiner Geburtsstadt Sirte ums Leben gekommen sei. Shamman berief sich auf Kämpfer, die den Leichnam gesehen hätten.
Ein Augenzeuge sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija, der Leichnam Gaddafis sei in das Viertel Souk al-Tawansa in Misrata gebracht worden. Dort sollte er an Gerichtsmediziner übergeben werden. Der Augenzeuge sagte, die Leiche des Tyrannen sei nicht verstümmelt. Er sei offensichtlich durch Schüsse gestorben. Ein Arzt im Krankenhaus von Misrata bestätigte, dass Gaddafi durch Schussverletzungen ums Leben gekommen ist. Gaddafi sei am Kopf und am Bauch von Schüssen getroffen worden, sagte der Arzt dem Nachrichtensender Al-Dschasira.
Über die genauen Todesumstände gibt es widersprüchliche Angaben. Zunächst hatte es geheißen, der ehemalige Machthaber sei in seiner Geburtsstadt Sirte gefangen genommen und schwer verletzt worden.
Der Nachrichtensender Al-Arabija zeigte Bilder von dem Ort in Sirte, an dem die Kämpfer Gaddafi angeblich gefunden hatten. Zu sehen sind zwei große Betonröhren, darüber hat jemand auf eine Betonwand gesprüht: "Dies ist der Platz der verfluchten Ratte Al-Gaddafi - Gott ist groß". Auf den Bildern sind außerdem zwei Leichen zu sehen, die am Boden vor den Betonröhren liegen.
Unterdessen hat die NATO bestätigt, am Donnerstagvormittag in der Nähe von Sirte einen "militärischen Konvoi" bombardiert zu haben. Es habe sich um zwei Militärfahrzeuge gehandelt, sagte eine Sprecherin. "Sie wurden gegen 8.30 Uhr getroffen. Da wir keine Soldaten auf libyschem Boden haben, können wir nicht sagen, wer möglicherweise bei diesem Angriff getötet worden ist."
Am Abend ist auch der Tod von Gaddafis Söhnen Saif al-Islam und Mutassim bestätigt worden. Die Leichname der beiden Männer seien in das Krankenhaus von Sirte gebracht worden, berichtete das offizielle libysche Fernsehen.
Beide sollen von Truppen des Nationalrats in Sirte getötet worden sein. Saif al-Islam al-Gaddafi war mehr oder weniger offen als Nachfolger Gaddafis gehandelt worden. Mutassim war im Regime seines Vaters nationaler Sicherheitsberater.
Erst unmittelbar zuvor hatte es die ersten Berichte über die komplette Einnahme von Sirte gegeben. "Jetzt ist ganz Sirte befreit", zitierte der Sender Al-Dschasira einen Kommandanten des Übergangsrates hinzu. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP begann der letzte Angriff am Donnerstagmorgen und dauerte gerade einmal 90 Minuten. Die Stadt 410 Kilometer östlich von Tripolis war die letzte Hochburg des langjährigen Machthabers. "Hier in Tripolis feiern die Menschen schon auf den Straßen", sagte ein Sprecher der Übergangsregierung.
Quelle: AFP , dpa , t-online.de
paula schrieb:
am 20. Oktober 2011 um 21:26:36
(455)
(162)
gaddafi
was für eine Heuchelei: vor Monaten noch hat alle Welt Zetermordio (besonders die Linken) geschrien als Amerika ob des Todes von Bin
Laden gejubelt hat. Jetzt jubeln die Lybier, genauso zu recht und wo sind die Weltverbesserer? Aber es sind schliesslich keine Amerikaner, die man kritisieren kann, da hält man lieber die Schnauze
mehr
Kommentar melden
Rose schrieb:
am 20. Oktober 2011 um 21:23:40
(235)
(34)
@HLT
Und wenn sie alle zukünftighen Maßnahmen der Politik nicht verstehen ,wird man ihnen ,wie gestern den streikenden Griechen sagen, Ihr
habt die Demokratie nicht verstanden !!! Ist das nicht tolle Demokratie?
mehr
Kommentar melden
Hans schrieb:
am 20. Oktober 2011 um 21:23:12
(361)
(216)
Europa
Die Politiker, insb. Frankreichs und Englands, reihen sich damit in die Verbrecher dieser Welt ein. Mit Lybien wurde vor aller Welt
Frieden geschlossen und dennoch haben diese europäischen Machthaber das Land überfallen und Gaddafi getötet. - Ein Mandat der UN ?! Russland und China haben daraus gelernt.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Höchste Qualität zum sagenhaft günstigen Preis: Hemden, Jacken u.v.m. von Daniel Hechter. mehr