17.01.2012, 08:34 Uhr
Mord im Gerichtssaal: Spezialisten der Kripo untersuchen den Tatort am Amtsgericht von Dachau (Quelle: dpa)
Der Todesschütze aus dem Dachauer Amtsgericht (Bayern) ist in der Vergangenheit sowie unmittelbar vor der Tat als unkontrollierter und jähzorniger Mensch aufgefallen. Derweil ist eine weitere gewalttätige Attacke auf einen Richter bekannt geworden - diesmal in Karlsruhe (Baden-Württemberg).
Nach Berichten mehrerer bayerischer Zeitungen hatte der 54 Jahre alt Dachauer Täter am Mittwochnachmittag in einem Café in der Nähe des Amtsgerichts auf die Justiz geschimpft. Besonders soll er es auf den Richter abgesehen haben. Wenig später erschoss er im Gerichtssaal den 31 Jahre alten Staatsanwalt.
Die "Augsburger Allgemeine" zitiert die Pächterin des Cafés mit den Worten: "Er war sehr laut, poltrig, aggressiv." Der Mann habe sich regelrecht in Rage geredet. "Er schrie 'Scheiß Richter' durch den ganzen Raum; ich hatte den Eindruck, dass er nicht ganz dicht war."
Der nach einem Schlaganfall auf Krücken angewiesene unverheiratete Transportunternehmer hatte während der Urteilsbegründung eine Pistole gezogen, auf den Richter gezielt und dann den 31 Jahre alten Staatsanwalt erschossen. Er war unter anderem wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Seit Donnerstag sitzt er in Untersuchungshaft. Ihm wird Mord vorgeworfen.
Während einer mündlichen Verhandlung vor dem Amtsgericht in Dachau hat der Angeklagte einen 31-jährigen Staatsanwalt erschossen. zum Video
Auch der "Münchner Merkur" berichtete von dem Wutanfall des Mannes in dem Café, das nur 120 Meter vom Dachauer Amtsgericht entfernt liegt. "Der Mann war von Anfang an sehr laut und hat gegenüber seiner Anwältin geschimpft", zitiert das Blatt die Wirtin. Gäste hätten sich beschwert. Die Bitte, sich mit seiner Verteidigerin an einen anderen Tisch zu setzen, habe der 54-Jährige ignoriert. Nach zwei Halben Bier habe der Mann mit seiner Anwältin das Café verlassen.
Nur eineinhalb Stunden später erschoss er den Staatsanwalt. Nach Medienberichten hatte sich der Täter in der Vergangenheit auch als Arbeitgeber seinen Mitarbeitern gegenüber herrisch aufgeführt.
Wenige Tage nach den Vorfall in Dachau ist ein weiterer schwerer Angriff auf einen Richter bekanntgeworden, der allerdings schon etwas länger zurückliegt. Nach Angaben des baden-württembergischen Oberlandesgerichts in Karlsruhe war ein 63-jähriger Richter am 15. Dezember im Zuge eines Bauprozess von dem Beklagten krankenhausreif geschlagen worden.
Der Richter hatte dem beklagten Bauunternehmer signalisiert, seine Berufung werde wohl erfolglos sein. Als der Jurist den Saal verlassen wollte, schlug der Mann ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Richter verlor einen Zahn, weitere Zähne waren nach der Attacke locker. Außerdem erlitt er eine Risswunde.
Der 63-Jährige, der mittlerweile wieder im Dienst ist, musste deshalb zwei Tage im Krankenhaus behandelt werden. In dem Prozess ging es um eine Werklohnforderung von 6000 Euro, wie eine OLG-Sprecherin mitteilte. Der Beklagte war zur Zahlung verurteilt worden.
Derartige Attacken sind nach Wissen des baden-württembergischen Verbandsvorsitzenden des Richterbundes, Matthias Grewe, eher Einzelfälle. Dennoch müsse man sich generell über ein konsequentes Sicherheitskonzept Gedanken machen. Dazu zählten etwa bessere Alarmsysteme.
Quelle: dpa
babaroga 002 schrieb:
am 13. Januar 2012 um 19:47:05
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(1)
Sparen
ich arbeite bei der justiz. wenn alle leute wissen würdern wie bei uns gespart und an was gespart wird würden sie sich nicht mehr
vor die türe trauen.
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Rababer schrieb:
am 13. Januar 2012 um 18:20:12
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(7)
Todesschütze
Es sind eben durchsetzungsfähige Unternehmer. Sonst halten die sich nur an ihre Leute, manchmal aber auch an Halbgötter in der Robe.
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Hermes schrieb:
am 13. Januar 2012 um 17:38:29
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an N. ter Beil
Hallo N. ter Beil, ist schon erstaunlich für was die 68er alles herhalten sollen. Ich weis ja nicht ob Sie diese Zeit 1968
und davor überhaupt erlebt haben. Aber die Zeit davor war sicher spießbügerlich aber sicher nicht so human wie Sie meinen. Und so gut funktionierend war alles nicht, sonst hätte die Jugend nicht aufbegehrt. Und alles nur auf linke Revoluzzer zu beschränken, zeugt von wenig Kenntnis dieser Zeit. Es begehrten gerade Jugendliche aus dem bürgerlichen Lager auf.
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