22.02.2010, 11:08 Uhr
Bei dem Mord in Dubai war auch ein Killer mit deutschem Pass involviert (Foto: Reuters)Der im Mordkomplott gegen einen Hamas-Führer in Dubai verwendete deutsche Pass ist wohl nicht gefälscht gewesen. Das Reisedokument sei im Juni 2009 auf Antrag eines israelischen Staatsbürgers in Köln ausgestellt worden, berichtete der "Spiegel".
Der Mann namens Michael Bodenheimer habe im Frühsommer als Beleg für seine deutschen Wurzeln die Hochzeitsurkunde seiner Eltern vorgelegt, die von den Nazis verfolgt worden seien. Am 18. Juni 2009 sei der Pass auf den Namen Bodenheimer ausgestellt. Mit diesem Pass reiste demnach am 19. Januar einer der mutmaßlichen elf Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad in Dubai ein, die an dem Mord beteiligt sein sollen.
Auch die deutschen Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass der Mossad für den Mordanschlag auf den Hamas-Anführer Mahmud Abdel Rauf al-Mabhuh verantwortlich ist, berichtet der "Spiegel" weiter. Wegen der offenbar bewussten Verwendung eines deutschen Reisedokuments habe die Staatsanwaltschaft Köln vergangene Woche ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Bundesanwaltschaft prüft, ob sie das Verfahren wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit übernehme.
Der Israeli Michael Bodenheimer wies jegliche Beteiligung an dem Mord zurück. Bodenheimer sagte der israelischen Zeitung "Maariv", er habe niemals einen deutschen Pass beantragt. Der einzige Mann namens Michael Bodenheimer, der im israelischen Telefonbuch vorkommt, ist Rabbiner im strengreligiösen Tel Aviver Vorort Bnei Brak. "Es ist wahr, dass meine Eltern in Deutschland geboren wurden, aber ich bin in den USA geboren und dort habe ich meinen Pass her", sagte Bodenheimer.
Der Rabbiner ist auch Leiter einer Religionsschule in der jüdischen Siedlung Kiriat Sefer im Westjordanland. "Ich habe weder einen deutschen Pass beantragt noch jemals einen besessen", sagte er. "Diese ganze Geschichte hat nichts mit mir zu tun und macht mir keine Angst. Es gibt einen Schöpfer." Die ultra-orthodoxe Nachrichten-Webseite "Kikar Haschabat" veröffentlichte Bilder Bodenheimers, der einen langen weißen Bart und eine dicke Lesebrille trägt. Ein Sprecher der deutschen Botschaft in Tel Aviv sagte auf die Frage, ob der israelische Rabbiner als deutscher Staatsbürger bekannt sei: "Nein, zu Michael Bodenheimer ist uns hier nichts bekannt."
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Al-Mabhuh, der von Israel unter anderem für die Entführung und Ermordung zweier israelischer Soldaten verantwortlich gemacht wird, wurde am 20. Januar in einem Luxushotel in Dubai ermordet aufgefunden. Die internationale Polizeibehörde Interpol leitete eine Fahndung nach elf Verdächtigen ein, die kurz vor der Tat mit britischen, irischen sowie einem deutschen und einen französischen Pass eingereist waren. Die Polizei des Golfemirats forderte einen Haftbefehl gegen Mossad-Chef Meir Dagan. Israel weist die Anschuldigungen zurück.
Quelle: dpa , AFP
lara schrieb:
am 6. August 2010 um 10:03:02
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unfair
Die dürfen sich ja eh das rausnehmen was sie wollen,europa hat al dem nichts engegen zu setzen ,und deutschland leidet ja noch unter
der Schuld,die jedem schulkind immer wieder auf getischt wird (gegen das Vergessen) nur das die heutige Generation garnichts dafür kann,wenn jeder geschädige einen anspruch aus Kriegszeiten geltend machen würde................
jeder andere würde wegen des Verdachts der spionage zu lebenlanger haft verurteilt werden,aber es gibt eben auch ausnahmen wie diese !
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