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Mitt Romney gerät unter Druck: Republikaner zahlt nur 15 Prozent Steuern

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Nur 15 Prozent Steuern: Romney gerät unter Druck

18.01.2012, 11:49 Uhr

Mitt Romney, aussichtsreichster Bewerber um die republikanischen Präsidentschaftskandidatur in der USA (Quelle: AP)

Mitt Romney, aussichtsreichster Bewerber um die republikanischen Präsidentschaftskandidatur in der USA (Quelle: AP)

Mitt Romney, Favorit für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner in den USA, gerät wegen seiner geringen Steuern immer stärker unter Druck. Wie der Multimillionär selbst einräumen musste, zahlt er einen deutlich geringen Steuersatz als die meisten seiner Landsleute: 15 statt 35 Prozent. Nun hat Romney angekündigt, seine Steuererklärung offenlegen zu wollen.

In einer TV-Debatte am Montagabend war Romney einer Antwort auf die Frage noch ausgewichen, ob er seine Steuerunterlagen öffentlich machen werde. In Florence, South Carolina (dort findet die nächste Vorwahl statt), erklärte er nun: "Darin gibt es nichts, was auf ein Problem hindeuten könnte. Ich mache das gerne."

In der Vergangenheit haben Präsidentschaftskandidaten in den USA ihre persönlichen Finanzen traditionell offengelegt. Romneys Vermögen wird auf bis zu 250 Millionen Dollar geschätzt. Der Stichtag für die Steuererklärung in den USA ist gewöhnlich der 15. April.

Profitiert von Bush-Gesetz

Romney erklärte seine geringe Steuerlast von 15 Prozent damit, dass sein Einkommen überwiegend "aus in der Vergangenheit gemachten Investitionen" stamme. Der Politiker erwarb sein Vermögen in den 1980er und 1990er Jahren als Chef der Investmentfirma "Bain Capital". Während Kapitaleinkünfte in den USA derart niedrig besteuert werden, liegt die Steuer auf normale Lohneinkommen bei bis zu 35 Prozent.

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Wie viele andere wohlhabende US-Bürger profitiert der Ex-Gouverneur von Massachusetts von den Steuervergünstigungen, die der frühere republikanische Präsident George W. Bush eingeführt hatte. Eigenartiger Umstand, dass Romney deswegen jetzt vor allem von Leuten aus dem eigenen politischen Lager angegriffen wird.

Das Weiße Haus wertete den Wirbel um Romneys Steuererklärung als Beleg für die Debatte um die wachsende soziale Ungleichheit in den USA. Sprecher Jay Carney betonte, der amtierende demokratische Präsident Barack Obama vertrete die Ansicht, dass die Reichen "ihren gerechten Anteil" zahlen müssten. Es sei unfair, wenn Millionäre nur 15 Prozent Steuern zahlten, während die Abgaben für Menschen mit einem Jahreseinkommen von 50.000 oder 75.000 Dollar viel höher seien.

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Unternehmen "gefleddert"?

Die Kritik an Romney kommt vor allem aus der eigenen Partei. Seine Mitbewerber um die Präsidentschaftskandidatur, die in Umfragen alle deutlich hinter Romney liegen, versuchen offenbar gemeinsam, dessen Ansehen zu beschädigen. In der TV-Debatte wurde er wegen seiner Tätigkeit bei der Investmentfirma angegangen.

Der ehemalige Chef des Repräsentantenhauses, New Gingrich, warf Romney vor, sich als Hedgefonds-Manager an von "Bain Capital" übernommenen Firmen bereichert zu haben. Diese seien teils "mit enormen Schulden" zurückgelassen worden und wenige Jahre später bankrott gegangen, sagte Gingrich, der in South Carolina laut Umfragen hinter Romney auf dem zweiten Platz liegt. Der texanische Gouverneur Rick Perry brachte das Beispiel eines Stahlwerkes in South Carolina, das geschlossen worden sei, nachdem Romney das Unternehmen "gefleddert" habe. Der Gescholtene hielt dagegen, dass er in seiner Funktion zehntausende Jobs erst geschaffen habe.

Romney hatte die ersten beiden Vorwahlen der Republikaner in Iowa und New Hampshire gewonnen und gilt als aussichtsreichster Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei. Meinungsforscher sehen ihn auch am Samstag in South Carolina vorne. Einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Gallup-Instituts zufolge sprachen sich 37 Prozent der Republikaner in den USA für Romney als Kandidaten aus.


Quelle: AFP , dapd , dpa , je

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Kommentare (10)

zum Forum

Thema: "Mitt Romney gerät unter Druck: Republikaner zahlt nur 15 Prozent Steuern "

Kalle schrieb: am 18. Januar 2012 um 16:16:06
(1) (5) Der letzte Präsi
Obama ist der letzte Präsident der Usa und schickt sie in den 3 Weltkrieg der Vorletzte Papst ist Ratzinger Deutschland
wird wieder Kaiserreich 1/3 der Menscheit ist tod.Dann Hersch hier wieder Sitte anstand und Moral und Deutsches Recht und nicht Besatzungsrecht,kann man auch im Lied der Linde nachlesen.
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Alex!! schrieb: am 18. Januar 2012 um 14:08:58
(4) (0) Gier n. Geld
Die Gier nach Geld ist eine Seuche.Warum muss man 200 Mill. US-$ haben, und warum ist das so wichtig, dass man tausende
Arbeitsplätze als Heuschrecke gefährdet o. opfert?? Da ist mir Obama lieber, gerade weil er auch Sozial-Arbeiter war! O. ist ein Mann mit Herz!!!
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Yogi schrieb: am 18. Januar 2012 um 13:41:20
(1) (0) Amerikaner
Wer in Europa keinen Plan hat geht nach Amerika. Vor dem 2. hat man sie weggeschickt nach dem 2. waren sie auf einmal die
Größten. 70 Jahre einen auf dicke Hose machen sind vorbei.
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