19.02.2010, 12:02 Uhr
Ein Jesuitenpater kündigt die schonungslose Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe gegen seinen Orden an (Foto: dpa) Der Jesuitenpater Andreas Batlogg hat eine schonungslose Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe gegen seinen Orden angekündigt.
Strafrechtlich relevante Dinge würden den Staatsanwälten zugeführt, sagte der Chefredakteur der jesuitischen Monatszeitschrift "Stimmen der Zeit" im Deutschlandradio Kultur und fügte hinzu: "Auch wenn etwas juridisch verjährt ist: Es gibt eine Verantwortung des Ordens. Diese Dinge sind passiert, auch wenn einige dieser Padres mittlerweile ausgetreten sind."
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Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Zölibat und Pädophilie sehe er nicht, betonte Batlogg. Zölibatäres Leben bedeute nicht Verzicht auf Intimität. Auch als Jesuitenpater müsse man eine "Intimitätsbefähigung" entwickeln. "Gelübde ablegen heißt nicht, dass ich Sexualität ablege", sagte Batlogg. "Wenn ich da nicht lebenslang dran arbeite, kann es natürlich auch zu schweren Fehlern, Vergehen oder Störungen kommen."
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Quelle: dapd
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