22.07.2010, 12:16 Uhr
Ölpest: Wegen Sturmgefahr hat BP die Entlastungsbohrungen vorübergehend gestoppt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko ist wegen eines nahenden Sturms wieder ins Stocken geraten. BP unterbrach die wichtige Entlastungsbohrung zum Ursprung der Quelle. Man müsse vorbereitet sein, die Region im Falle eines Unwetters schnell zu verlassen, sagte BP-Manager Kent Wells. Daher seien die Arbeiten angehalten worden.
Der neue Nebenzugang soll dazu dienen, Schlamm und Zement in die defekte Quelle leiten zu können. Laut Wells hätte er in wenigen Tagen fertig sein können. Der Zeitplan von BP sieht vor, die Ölquelle bis Mitte August auf diese Weise endgültig versiegelt zu haben.
Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums könne sich bis Freitag ein Unwetter über der Karibik zu einem tropischen Zyklon entwickeln - und nach Nordwesten in Richtung der vom Öl betroffenen Küste ziehen. Eventuell müssten deswegen auch die Säuberungsaktion auf dem Meer unterbrochen werden, sagte der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen. Um zehn bis 14 Tage könnten die Arbeiten zurückgeworfen werden.
Auch die riesige Verschlusskappe, die das austretende Öl seit Ende vergangener Woche auffängt, muss nach Allens Angaben möglicherweise wieder geöffnet werden. Dies gelte für den Fall, dass BP wegen des Sturms die Lage unter Wasser am defekten Bohrloch nicht mehr unter Beobachtung halten könne. Dann flösse erneut tagelang Öl ins Meer.
Kapitäne von Booten, die BP zum Abschöpfen des Öls anheuerte, wurden wegen des nahenden Sturms zurück in die Häfen geschickt, wie der Präsident der Fischervereinigung Orange Beach in Alabama sagte. In Florida entfernten Arbeiter Ölsperren aus dem Wasser, da sie vom Wind in sensible Feuchtgebiete getrieben werden könnten. Bereits Ende Juni hatte der Tropensturm "Alex" die Helfer gezwungen, ihre Arbeit zu unterbrechen. Das Unwetter zog dann aber über die mexikanische Halbinsel Yucatán und weiter nach Westen.
Nach der provisorischen Abdichtung des Bohrlochs im Golf von Mexiko treibt der BP-Konzern derweil ein neues Manöver zur endgültigen Versiegelung voran. Bei der "Static Kill" genannten Aktion soll schwerer Schlamm durch die Ventile des Abdeckzylinders gepumpt werden, der seit knapp einer Woche das Loch verschließt. Eine Entscheidung, ob diese Operation gestartet werden dürfe, solle die US-Regierung "in nicht zu ferner Zukunft" fällen, sagte Wells. Mit der Maßnahme könnte die Quelle schon früher dauerhaft geschlossen werden als geplant.
Unterdessen kündigten vier große Ölkonzerne an, eine Milliarde Dollar (780 Millionen Euro) zu investieren, um ähnliche Ölkatastrophen im Golf von Mexiko zu verhindern. Mit dem Geld solle unter anderem ein System gebaut werden, das bis zu 13.600 Tonnen Öl aus einer defekten Quelle abfangen kann, bevor es ins Meer gelangt, berichtete die "New York Times" am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe. Es soll in bis zu 3000 Metern Tiefe funktionieren.
An dem Vorhaben beteiligten sich die Konzerne Exxon, Chevron, ConocoPhillips und Shell. BP gehört nicht dazu. Die technische Plattform sei aber auch für andere Unternehmen offen. Sie soll innerhalb von 24 Stunden nach einem Zwischenfall einsatzbereit sein und Lecks bis in 3000 Meter Tiefe eindämmen können. Aus der lecken BP-Quelle in 1500 Metern Meerestiefe strömten bis zu ihrem Verschluss mit dem Deckel bis zu 8200 Tonnen Öl täglich ins Meer.
Quelle: dpa , dapd
öli schrieb:
am 22. Juli 2010 um 17:51:45
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ölkatastrophe
In Zukunft brauchen wir nicht mehr nach Öl bohren. Dann lassen wir das Regenwasser durch den Ölabscheider laufen und
bekommen direkt das Öl aus dem Golf von Mexiko frei Haus.
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jiannis schrieb:
am 22. Juli 2010 um 12:06:43
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Ölpest
Habe es vor Monaten gesagt die Amis belügen uns
Bis der Arzt kommt.
Jetzt haben wir endlich die Rechnung
Vielen Dank Amerika
ihr seid die besten!!!!!
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