07.02.2012, 08:28 Uhr
In Mexiko sollen acht junge Menschen von der gefürchteten Drogenbande Los Zetas ermordet worden sein, weil sie Rauschgift von einem konkurrierenden Kartell gekauft und konsumiert hatten. Das hätten drei am Wochenende in der Stadt Monterrey festgenommene Zetas-Mitglieder gestanden, teilte die dortige Staatsanwaltschaft mit.
Demnach hatte ein Bandenmitglied auf der Toilette einer Bar mit den jungen Leuten gesprochen und bemerkt, dass die Tütchen, in denen sich deren Drogen befanden, nicht solche waren, wie sie von den Zetas verwendet werden. Die bewaffneten Männern zwangen die jungen Drogenkonsumenten, die Bar zu verlassen, und brachten sie ins Stadtzentrum. Dort mussten sie sich vor einer Mauer niederzuknien und wurden erschossen.
Der Mord ereignete sich nach Angaben der Justizbehörde Ende Januar. Im Anschluss darauf nahm die mexikanische Polizei mehr als 200 Menschen vorläufig fest und verhörte sie.
Monterrey im nordmexikanischen Bundesstaat Nuevo León ist die drittgrößte Stadt des Landes. Sie galt früher als verhältnismäßig sicher. In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Gegend aber zum Brennpunkt des Drogenkriegs, der seit Jahren im ganzen Land eskaliert.
Die Drogenbanden der Zetas und des Golfkartells liefern sich dort Revierkämpfe. Seit die mexikanische Regierung den mächtigen Rauschgiftbanden 2006 den Kampf angesagt hatte, sind landesweit mehr als 50.000 Menschen gestorben.
Quelle: AFP
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