31.01.2012, 12:01 Uhr
Die mexikanische Polizei nimmt ein mutmaßliches Mitglied des Zetas-Drogenkartells fest. Nach seiner Festnahme gestand Enrique Aurelio Elizondo alias "El Arabe" die vielen Morde.
Die mexikanischen Behörden haben ein mutmaßliches Mitglied der Drogenbande Los Zetas gefasst, der eine Beteiligung an 75 Mordfällen zugegeben haben soll.
Wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Nuevo León am Montag mitteilte, wurde der 35-jährige Enrique Aurelio Elizondo Flores, auch unter dem Decknamen "Der Araber" bekannt, vor gut zwei Wochen festgenommen. Staatsanwalt Adrian de la Garza sagte, dass Flores vermutlich eine Beteiligung an insgesamt mehr als hundert Morden nachzuweisen sei.
Demnach gestand Flores bereits, im März 2011 einen Bus gestoppt zu haben und zusammen mit Komplizen am Mord von 35 Menschen beteiligt gewesen zu sein. Drei Monate zuvor hatte Flores bei einem ähnlichen Vorfall nach eigenen Angaben auf 15 Menschen geschossen. Er habe den Befehl bekommen, die Busse anzuhalten und Zivilisten zu töten, die sich weigerten, sich Los Zetas anzuschließen. Zudem gab er an, im April am Mord an sechs Polizisten beteiligt gewesen zu sein.
Das Kartell Los Zetas wird für zahlreiche Entführungen und Morde vor allem im Gebiet des Golfs von Mexiko verantwortlich gemacht. Seit die Regierung den mächtigen Rauschgiftbanden im Jahr 2006 den Kampf angesagt hat, starben im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 50.000 Menschen. Eine Reihe von Festnahmen in den vergangenen Jahren und die Ergreifung von Drogenbossen konnte die Gewalt nicht stoppen.
Quelle: AFP
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