10.10.2011, 18:18 Uhr
Einen Gruß aus dem All hat eine 39-jährige Französin auf ihrem Hausdach in der Nähe von Paris gefunden: Ein Handwerker entdeckte bei Dachreparaturen ein Loch, das Meteoritensplitter gerissen hatten, wie Martine Comette der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Der Meteoriten-Experte Alain Carion, der die wahrscheinlich vier Milliarden Jahre alten Steine am Wochenende prüfte, sprach von einem äußerst seltenen Ereignis. In den vergangenen vier Jahrhunderten seien nur etwa fünfzig solcher Gesteinsbrocken aus dem All in Frankreich eingeschlagen. Keiner der Meteoriten landete bisher im Großraum Paris.
Der größte Splitter, der das Dach der Familie Comette beschädigte, war so groß wie ein Hühnerei und wog 88 Gramm. Die Familie war zum Zeitpunkt des Einschlags im Urlaub, so dass keiner etwas bemerkte. Martine Comette freute sich trotz des kaputten Daches: "Ein Meteorit, das ist märchenhaft und noch unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn", sagte die 39-Jährige der Zeitung "Le Parisien".
Quelle: AFP
Ziu57 schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 20:52:36
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"Ein Meteorit, das ist märchenhaft und noch unwahrscheinlicher als ein Lottogewinn", sagte die 39-Jährige der Zeitung "Le Parisien".
Das stimmt so nicht ganz. In Nord-West-Afrika, welches das größte Meteoritenfeld der Erde darstellt, fallen regelmäßig Meteoriten bis zum 2 stelligen Kilobereich. Aus N-W-Afrika werden die meisten Stein-Meteroite selektiert und weltweit auf Auktionen veräußert. Nomaden suchen dort in den hellen Geröllwüsten optisch und mittels Magnete nach diesen eisenhaltigen Meteoriten und veräußern diese an Großhändler in Tangar
(Marokko).
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Ziu57 schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 20:07:03
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Wenn der Meteorit in der Atmosphäre zerplatzt
kommen seine einzelnen Fragmente nicht in diesem kleinen Umkreis heruntergerast sondern
verteilen sich über hunderte vom Metern. Dieses Ereignis wäre für viele menschen in Paris nicht unbemerkt geblieben, wenn man bedenkt, dass bereits sandkorngroßer Meteoritenstaub beim Eintritt in unsere Atmosphäre als "Sternschnuppen" optisch wahrnehmbar sind. Solch ein Kaliber wie hier beschrieben, würde ein riesiges ionisierendes Leuchtfeuer nebst Rauchfahne hinter sich herziehen.
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Ziu57 schrieb:
am 10. Oktober 2011 um 19:59:24
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O.E
Für einen nicht klassifizierten Meteoriten bekommt man nicht viel. Der Finder muss in klassifizieren lassen damit er im
Meteorite-Bulletin ausgezeichnet wird. Ein Drittel des Fundstückes bleibt dabei auf der Strecke. Zwei Drittel gehen an den Finder zurück und bekommen den namen des Finders bzw. des Fundortes. je weniger vom Himmel fiel, desto wertvoller wird das Fragment, abgesehen von der Seltenheit ( z. B. ein Chondrit L 2-3 W0 - S1. Wobei Witterung 0 ist mit Schmelzkruste u. Schockgrad 1.
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