15.07.2011, 09:32 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel trifft sich zum Abschluss ihrer Afrika-Reise mit Nigerias Präsident Goodluck Jonathan (Foto: dpa)
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Abschluss ihrer dreitägigen Afrika-Reise Nigerias Bemühungen um Konfliktprävention auf dem Kontinent gewürdigt und dem westafrikanischen Land grundsätzlich Vertrauenswürdigkeit attestiert. Sie forderte Nigeria bei einem Besuch der Hauptstadt Abuja zugleich auf, die Menschenrechte und die Rechte von Minderheiten einzuhalten: "Deutschland will ein Partner Nigerias sein auf dem Weg zu mehr Wohlstand, aber auch zu mehr Rechtssicherheit."
Staatspräsident Goodluck Jonathan maß Deutschland eine "Schlüsselrolle" für die Entwicklung seines Landes zu. Beide Regierungschefs vereinbarten eine gemeinsame Kommission zur Intensivierung der Beziehungen ihrer Länder, wie sie Nigeria bisher schon mit den USA und Südafrika hat. Merkel lud Jonathan für 2012 zu einem Besuch in Berlin ein. "Nigeria hat noch viele Probleme zu überwinden. Dabei wollen wir zur Seite stehen."
Obwohl Nigeria über reiche Ölvorkommen verfügt und der wichtigste Erdölproduzent Afrikas ist, lebt jeder zweite Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Bevölkerung und Natur leiden unter den durch die Petroleumwirtschaft verursachten massiven Umweltschäden. Die Lebenserwartung der Menschen beträgt 48 Jahre. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Frühjahr waren so transparent und demokratisch wie keine anderen Wahlen zuvor. Dennoch kam es durch Anschläge zu mehreren hundert Toten.
Merkel sagte: "Hohe Anerkennung findet Nigerias Engagement zur Konfliktprävention in Afrika". Nigeria ist der größte Truppensteller in Missionen der Vereinten Nationen in Afrika: Das Land hat wie Deutschland derzeit einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und strebt nach einem permanenten Sitz. Die Konfliktlösung in Afrika durch eigene Kräfte sei wichtig, sagte die Kanzlerin. Ob mit Nigeria Rüstungsgeschäfte geplant sind, wurde nicht bekannt. Am Vortag hatte Merkel in Angola ein Rüstungsgeschäft für die Lieferung von sechs bis acht Patrouillenboote angekündigt, was von der Opposition scharf kritisiert wurde.
"Afrikanische Konfliktprävention und -bewältigung entlastet künftig die Friedenssicherung der Vereinten Nationen", sagte die Kanzlerin. Auch im Bundeshaushalt wirke sich das positiv aus: Deutschland ist viertgrößter Beitragszahler für friedenserhaltende UN-Maßnahmen und zahlt viel Geld für Blauhelm-Missionen. Von 2008 bis 2010 waren es knapp 1,3 Milliarden Euro, davon 1 Milliarde in Afrika.
Die Kanzlerin nannte als Bereiche der Wirtschaftskooperation die Infrastruktur und Energie. Deutschland zähle auf Versorgungssicherheit durch Erdgas und Erdöl, das in Nigeria reichlich vorhanden ist - machte aber auch den Anspruch deutscher Unternehmen geltend, in Nigeria an Projekten beteiligt zu werden.
Zuvor hatte sich Merkel mit Vertretern der Religionsgemeinschaften getroffen. Die Bevölkerung besteht je zur Hälfte aus Muslimen und Christen. Politik und Kultur sind geprägt von Spannungen zwischen dem überwiegend muslimisch geprägten Norden und dem christlichen Süden. Merkel sagte, in ihrem Gespräch hätten die Vertreter erklärt, dass sie eng mit der Regierung zusammenarbeiteten.
Quelle: dpa
Bernd schrieb:
am 14. Juli 2011 um 20:27:35
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Merkel
Sollte sich um Deutschland kümmern, hier gibt es genug zu tun oder sollte
gleich in Afrika bleiben, vermissen wird sie keiner !
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contra schrieb:
am 14. Juli 2011 um 20:18:01
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Merkelreise Afrika
Die " bereisten " Völker Afrikas werden es merken : wenn die Dame auftaucht, ist Gefahr im Verzuge!!! Da werden
zwar eine Million Euronen für ein Flüchtlingslager " spendiert" - eine Million für knapp 500000 hungernde Menschen -zwei Euro für jeden, gerade mal eine Portion Reis.
Gleichzeitig werden Waffenlieferungen für mehrere Milliarden Euro versprochen,
Waffen, mit denen die eigenen Völker bekämpft werden sollen.
Glückwunsch, Frau Merkel, genau d a s brauchen die
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Hans schrieb:
am 14. Juli 2011 um 20:04:35
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Nigeria
In 3 Tagen bereist die Dame 3 Länder. Die armen Schwarzen lassen dies
mit sich machen - eigentlich unglaublich.
Unsere Hellseherin
weiß was diese Länder brauchen - Waffen.
Die dazugehörigen Manager von diesen Waffenschmieden sind ja auch schon dabei - dies ist doch eine ausgefeilt Diplomatie und eine
ausgepuffte Kanzlerin. Ich hoffe wir werden die bald los.
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