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Merkel will Reformkurs fortsetzen

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Merkel will Reformkurs fortsetzen

31.12.2007, 11:25 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert in ihrer Neujahrsansprache eine "Kultur des Hinsehens" (Quelle: ddp) Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert in ihrer Neujahrsansprache eine "Kultur des Hinsehens" (Quelle: ddp)Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache eine Fortsetzung des Reform- und Konsolidierungskurses angekündigt. "In Deutschland geht es spürbar aufwärts", sagte sie in der Rede, die am Silvesterabend ausgestrahlt wird. Merkel betonte gleichzeitig: "Wir dürfen uns trotz aller Erfolge keinesfalls zurücklehnen." Zu groß seien die Risiken für Konjunktur und Wirtschaftswachstum durch weltweite Einflüsse. Die Kanzlerin nannte vor allem hohe Energie- und Lebensmittelpreise, aber auch die Arbeitslosigkeit.

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Große Koalition2008 wird es krachen

"Ein guter Schritt nach vorne"
Zwar habe Deutschland auch beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit "einen guten Schritt nach vorne getan", sagte die Kanzlerin. "Eine Million weniger Arbeitslose, eine Million Erwerbstätige mehr - wer hätte diese Entwicklung vor zwei Jahren für möglich gehalten?" Dennoch mahnten noch immer 3,5 Millionen Arbeitslose zum Handeln. "Mein Ziel ist und bleibt deshalb unverändert, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Das heißt, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und Voraussetzungen zu schaffen, damit neue entstehen können", sagte die CDU-Chefin. 2008 könne jedem Jugendlichen ein Ausbildungsplatz oder eine Qualifizierungsmaßnahme angeboten werden. Auch die Sanierung der Staatsfinanzen gehe voran, so die Kanzlerin.



Merkel fordert "Kultur des Hinsehens"
Als Erfolg des vergangenen Jahres verbuchte Merkel zudem den "verstärkten Ausbau der Kinderbetreuung für unter Drei-Jährige" und das Elterngeld, das "von so vielen Müttern und gerade auch Vätern angenommen wird." Einen Schatten auf diese erfreuliche Entwicklung falle jedoch durch die Nachrichten über Fälle von Kindesmisshandlungen, Verwahrlosung und Todesfälle von Kindern. "Jeder einzelne Fall von Kindesmisshandlung ist und bleibt einer zu viel", sagte Merkel. Sie forderte in diesem Zusammenhang eine "Kultur des Hinsehens, nicht des Wegschauens. Das heißt konkret: Da, wo Eltern ganz eindeutig mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, muss der Staat sich einmischen".

Kanzlerin dankt für Einsatz
Merkel dankte Soldaten, Polizisten und Aufbauhelfern für ihren Einsatz in Krisengebieten der Welt. Und gedachte der dabei Getöteten. "An die, die in diesem Jahr einen geliebten Menschen bei einem Auslandseinsatz verloren haben, an die denke ich gerade in dieser Stunde ganz besonders."



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Quelle: dpa , AFP

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